Marokko Information und Diskussion

Normale Version: Boykottaufrufe gegen französische Produkte, EU-Entscheidungen, ...
Sie sehen gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Auf die jüngsten Entscheidungen Frankreichs, nämlich die Aussetzung von zwei Freihandelsabkommen über landwirtschaftliche Erzeugnisse und Fischerei sowie die Entscheidung, die Visaerteilung zu verschärfen, reagieren die Marokkaner schnell.

In den sozialen Netzwerken kursieren mehrere Plakate, auf denen zu lesen ist: "An alle Marokkaner, es ist unerlässlich, alle französischen Produkte zu boykottieren. 

Oder "Solange es nicht das Visum für Mekka ist, boykottiere ich Frankreich und alle seine Produkte".

Es sei daran erinnert, dass der marokkanische Außenminister Nasser Bourita die Entscheidung Frankreichs, die Bedingungen für den Erhalt von Visa für die Bürger seines Landes zu verschärfen, bereits als "ungerechtfertigt" bezeichnet hatte.

Die Vertreter der lokalen Behörden der Provinz Assa-Zag äußerten ihrerseits ihr Erstaunen über die Entscheidung des Gerichts der Europäischen Union vom Mittwoch, den 29. September 2021, die zur Aussetzung der Gültigkeit zweier Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Marokko führt.

Quelle: barlamane.com
Die spanische Regierung erklärte, dass die Entscheidung des Gerichts erster Instanz der Europäischen Union (EU) in Bezug auf die Agrar- und Fischereiabkommen mit Marokko die Kooperationsbeziehungen des Königreichs mit Spanien und der EU "nicht in Frage stellt". 

"Für mich und die spanische Regierung stellt diese Entscheidung weder unsere Beziehungen zu unserem strategischen Partner Marokko noch die Freundschaft und Zusammenarbeit, die sie verbindet, in Frage", betonte der spanische Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung, Luis Planas, am Freitag am Ende einer Sitzung des Beratenden Ausschusses für Landwirtschaft. 

"Wir haben den fortgeschrittenen Status Marokkos in der EU immer verteidigt und werden dies auch weiterhin tun, denn Marokko ist für uns ein strategischer Partner", sagte der spanische Minister. 

"Die Regierung wird die legitimen Interessen der Landwirte und Züchter schützen, denn Marokko ist ein strategischer Partner für Spanien und die EU", betonte er. Die marokkanische Fischereizone sei für die spanische Flotte von strategischer Bedeutung, sagte er und erinnerte daran, dass von den 132 Schiffen, die in diesen Gewässern fischen, 93 spanische Schiffe sind, die zur andalusischen, galicischen und kanarischen Flotte gehören.
Nur zu, mit dem Boykott aller französischen Produkte!


Also auch verzichten auf Dacia (Renault Gruppe), franz. Touristen, die jährlich Millionenbeträge ins Land bringen sowie Bücher der Bildung (Technologie) für Schulen und Ausbildungsstätten, usw..
Besser noch alles boykottieren, was aus dem bösen Europa (und vielleicht aus Asien) kommt,
also gar keine Autos mehr haben, keine Handy´s, Zementfabriken werden geschlossen, kein Strom mehr aus Spanien, keine Fernseher und kein Internet mehr, usw..

Was bleibt:

Die marokkanisch/ arabischen Erfindungen, die die Welt verändert haben!

Welche sind das?


...........



Die Alternative wäre, endlich das schon zu Zeiten von König Hassan II zugesagte Referendum über die Westsahara durchzuführen, welches Marokko überhaupt nicht führchten braucht.

Ich denke, damit ließe sich doch besser leben!!






.
Hallo Thomas,

Deine Gedankengänge kann ich gut nachvollziehen. Ich schätze, da braucht sich keiner ernsthafte Gedanken zu machen. ... So schnell wird sich dem keiner anschließen.
(03.10.2021, 11:10)Thomas Friedrich schrieb: [ -> ]Nur zu, mit dem Boykott aller französischen Produkte!


Also auch verzichten auf Dacia (Renault Gruppe), franz. Touristen, die jährlich Millionenbeträge ins Land bringen sowie Bücher der Bildung (Technologie) für Schulen und Ausbildungsstätten, usw..
Besser noch alles boykottieren, was aus dem bösen Europa (und vielleicht aus Asien) kommt,
also gar keine Autos mehr haben, keine Handy´s, Zementfabriken werden geschlossen, kein Strom mehr aus Spanien, keine Fernseher und kein Internet mehr, usw..

Hallo, 
man sollte ja im Moment, Deutsche, Spanische, Französische Produkte Boykottieren. 

Ein Spanisches Bauunternehmen hat seine Pforten in Marokko geschlossen > Demonstrationen der Angestellten zum Erhalt des Arbeitsplatzes. 
Strom aus Spanien, warum boykottiert man diesen nicht? 
Marokkanisches Gemüse und Obst das nach Deutschland, Spanien und Frankreich geliefert wird, warum boykottiert man das nicht? 
Frankreich reduziert die Visaquote für Marokko > Marokkanische Regierung spricht von Erpressung. ( Ähm ja wie nennt die Marokkanische Regierung ihre Visapraktik?) 

Da könnte man noch viele Beispiele anfügen, es bleibt wie es ist. In Scheinheiligkeit und Doppelmoral ist Marokko weltweit führend. 

Ich denke mal das es wichtigere Baustellen gibt in Marokko derzeit. Die Grundversorgung ist bei der aktuellen Lage gefährdet und Lösungen müssen schnell gefunden werden, da wird wohl Europa benötigt werden.
Maghribi der Text denn du hier Reinkopierst klingt so als Frankreich sich das Recht nimmt die Verträge auszusetzen die ihnen aufeinmal nicht mehr passen und die anderen Verträge zu behalten? Ich kenn mich mit der Materie nicht sogut aus vielleicht weisst du mehr? Ich hab letztens einen Artikel gelesen {weiss nicht mehr wo das war) das Frankreich in der Protektoriatszeit ihr zusteht die Bodenschätze und vieles andere auszubeuten z.b. von dem Phosphat soll wie ich mich erinnere zu 80 Prozent in den Französischen Haushaltskassen fließen. Der Vertrag soll bald ablaufen aber Frankreich soll das Recht besitzen um weitere 150 Jahre zu verlängern . Ich weiss nicht ob das stimmt oder nur ne Ente war vielleicht weisst du was darüber?
Was den Boykott Französischer Waren angeht fände ich es viel Sinnvoller in den Marokkanischen Schulen Englisch zu lehren Englisch ist die Sprache die fast überall auf der Welt für Geschäfte und Wissen gebraucht wird das würde der Zukunft Marokkos vielleicht mehr helfen.
(07.10.2021, 11:00)Bilal schrieb: [ -> ]Maghribi der Text denn du hier Reinkopierst klingt so als Frankreich sich das Recht nimmt die Verträge auszusetzen die ihnen aufeinmal nicht mehr passen und die anderen Verträge zu behalten? Ich kenn mich mit der Materie nicht sogut aus vielleicht weisst du mehr? Ich hab letztens einen Artikel gelesen {weiss nicht mehr wo das war) das Frankreich in der Protektoriatszeit ihr zusteht die Bodenschätze und vieles andere auszubeuten z.b. von dem Phosphat soll wie ich mich erinnere zu 80 Prozent in den Französischen Haushaltskassen fließen. Der Vertrag soll bald ablaufen aber Frankreich soll das Recht besitzen um weitere 150 Jahre zu verlängern . Ich weiss nicht ob das stimmt oder nur ne Ente war vielleicht weisst du was darüber?
Was den Boykott Französischer Waren angeht fände ich es viel Sinnvoller in den Marokkanischen Schulen Englisch zu lehren Englisch ist die Sprache die fast überall auf der Welt für Geschäfte und Wissen gebraucht wird das würde der Zukunft Marokkos vielleicht mehr helfen.


Frankreich hat, soviel ich weiß, nichts mit dem Phosphatabbau zu tun gehabt. .. insofern sagt mir die Geschichte nichts.

Dass Englisch besser wäre steht außer Frage. .. Früher oder später wird es auch in Marokko so kommen 
@Bilal,


Zitat:das Frankreich in der Protektoriatszeit ihr zusteht die Bodenschätze und vieles andere auszubeuten z.b. von dem Phosphat soll wie ich mich erinnere zu 80 Prozent in den Französischen Haushaltskassen fließen.


Ich habe solche und ähnliche Geschichten ab und zu in anderen ehem. franz. Kolonialstaaten gehört, die sich aber bei Prüfung immer als falsch erwiesen.

Hier geht es einigen Leuten wohl darum, die Schuld für ihre eigene Situation und die ihres Landes bei anderen statt bei sich selber zu suchen um damit ihre Verantwortung von sich zu weisen.




Zitat:...fände ich es viel Sinnvoller in den Marokkanischen Schulen Englisch zu lehren Englisch ist die Sprache die fast überall auf der Welt für Geschäfte und Wissen gebraucht wird..



Das finde ich auch!
Volle Zustimmung!




.
Warum läuft es zwischen Frankreich und Marokko nicht mehr rund?

Verschärft durch die französische Entscheidung, die Anzahl der Visa für Marokkaner zu begrenzen, resultieren die Spannungen zwischen den beiden Ländern aus der Frustration in Paris, dass sich Rabat einige Monate vor den Präsidentschaftswahlen von seiner Vormundschaft befreit und seine wirtschaftlichen Partnerschaften diversifiziert.

Es ist offensichtlich, dass die Entscheidung der französischen Regierung, die Zahl der Visa für die Maghreb-Bevölkerung zu reduzieren, vor allem Wahlzielen dient.  Sechs Monate vor der Präsidentschaftswahl will Präsident Emmanuel Macron seine Chancen auf eine zweite Amtszeit stärken.  Denn wenn es ein Thema gibt, das die Leidenschaften und Befürchtungen einiger Franzosen kristallisiert, dann ist es das der Einwanderung, insbesondere aus muslimischen Ländern.

Emmanuel Macron versucht daher, diesen referenzbedürftigen Bürgern einige Zusagen der Festigkeit zu geben und so zu vermeiden, dass das Feld den Kandidaten der extremen Rechten, erklärten oder potentiellen, offen bleibt - darunter auch Éric Zemmour, Anhänger der Theorie der Ersetzung“, die die Einwanderung aus muslimischen Ländern zur Hauptursache für den Niedergang Frankreichs machte.

Turbulenzzeit

Mehrere andere Entscheidungen scheinen die Idee zu unterstützen, dass Emmanuel Macron seine Kampagne auf seine Fähigkeit stützen will, die vom Islam und den Muslimen ausgehende Gefahr entschlossen zu bekämpfen.  Sein Innenminister Gérald Darmanin begrüßte beispielsweise am 24 förderten den Islamismus.  Eine Woche zuvor hatte Darmanin die Auflösung des Verlags Nawa angekündigt, dem vorgeworfen wurde, "mehrere Werke zur Legitimation des Dschihad" verbreitet zu haben.

FRANKREICH KANN NICHT AKZEPTIEREN, DASS SEIN EHEMALIGES PROTEKTORAT MIT IHM AUF SEINEM AFRIKANISCHEN PRE SQUARE KONKERTIERT

Wie Algerien und Tunesien sollte das Königreich Shereefian die Zahl der Visa, die seinen Staatsangehörigen gewährt werden, halbiert werden.  Diese Maßnahme rührt von der Frustration von Paris her, dass Rabat nicht nur unverfroren seine strategischen Partnerschaften diversifiziert, sondern auch in das eindringt, was es als sein afrikanisches Reservat betrachtet.  Frankreich kann nicht zulassen, dass sein ehemaliges Protektorat in seiner afrikanischen Heimat mit ihm konkurriert, insbesondere in Westafrika, wo Marokko einer der ersten ausländischen Investoren geworden ist. ...

Quelle: Jeune Afrique
Das ist die "marokkansiche Erklärung" dafür.
Die französische ist sicherlich ganz anders!




.