Presse-und Meinungsfreiheit?
#1
Die Schraube bezüglich einer minimalen(!) Pressefreiheit wird weiter angezogen. Diesbezüglich landet Marokko weit hinten in dieser Statistik, in guter Gesellschaft von Diktaturen und totalitären Staaten. Was den Herrschenden nicht genehm ist wird unnachgiebig verfolgt und gerichtlich sanktioniert.

https://www.sueddeutsche.de/medien/omar-...-1.4959605
https://www.zeit.de/politik/ausland/2019...nungsfreih
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#2
Hallo Latinoo,

in Deutschland sieht es doch nicht besser aus. Der Unterschied besteht lediglich darin, daß das, was man in Deutschland als politisch korrekt ansieht, nicht mit dem übereinstimmt, was man in Marokko als politisch korrekt ansieht und diese Rankings der Presse- und Meinungsfreiheit bestimmen sich nach westlichen und oft grün-linken Kriterien.

In Deutschland ist es z.B. politisch korrekt, Wölfe und Bären wieder anzusiedeln. Wer sich dagegen stellt, wird niedergemacht. Angeblich geht von Wölfen und Bären keine Gefahr für Menschen aus. Diese würden nicht die Nähe von Menschen suchen und Menschen meiden. Ich dagegen bin hier anderer Ansicht, darf diese in Deutschland aber nicht äußern, ohne in die rechte Ecke gestellt zu werden.

In Marokko werden diese "Deutschen" aber für verrückt gehalten, was mir persönlich sehr sympathisch ist. Während ich in Deutschland für diese Meinung Ärger bekomme, erhalte ich in Marokko hierfür Zustimmung und werde als sympathischer Mensch vielleicht zum Tee eingeladen. Alhamdoulilah! Ich fühle mich sehr wohl unter Menschen, die nicht auf die Idee kommen, wieder Löwen, Wölfe, Bären, Elefanten und Krokodile in Marokko anzusiedeln.

Aksayt
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#3
Marokko tut sich damit wenig Gutes.
Journalisten einzusperren, auffällig, um dem ganzen die Krone noch aufzusetzen, immer wieder der Vorwurf der Vergewaltigung.

Marokko erinnert mich an die totalitäre Türkei.
Also genau das, was keiner haben will.

Ich hoffe, Amnesty International nimmt sich des Falls weiter an.

Eigentlich war Marokko mal als liberales, muslimisches Land bekannt.
Leider hat es sich schon lange in die Reihe der Länder eingereiht in die keiner mehr, wegen der Reprässalien gerne reisen
möchte.
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#4
@Aksayt,

Zitat:in Deutschland sieht es doch nicht besser aus. Der Unterschied besteht lediglich darin, daß das, was man in Deutschland als politisch korrekt ansieht, nicht mit dem übereinstimmt, was man in Marokko als politisch korrekt ansieht und diese Rankings der Presse- und Meinungsfreiheit bestimmen sich nach westlichen und oft grün-linken Kriterien.


Damit hast Du absolut recht!


Stehts bestimmen die Regierenden (und die über sie eingesetzten Richter) was richtig oder falsch ist.

In Deutschland geschieht dies jedoch weitaus weniger offensichtlich als in Schwellenländern oder gar Drittweltstaaten.



Wer jedoch gegen die Regierenden und damit i.d.R. auch gegen die Presse eines Landes ist, wird erbarmungslos niedergemacht.



Ottonormalbürger, also diejenigen, die damit noch nie etwas zu tun hatten, wissen so etwas aber noch nicht einmal und werden es auch nicht wahrhaben wollen.

Mit besten Grüßen,
Thomas
Mit besten Grüßen,

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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#5
Zwischen einer Demokratie und einem Regime gibt's immer noch Unterschiede. Zb wird man in Deutschland nicht eingesperrt, nur weil man seine Meinung äußert. Homosexualität ist nicht strafbar, sowie Nichteheliche Beziehungen. usw
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#6
Niedergemacht werden erfahrungsgemäß die, die mit den falschen Mitteln versuchen, Zustände zu ändern oder zu benennen. Wobei heutzutage bereits fundierte Gegenargumente als Niedermachen gilt.

Otto Normalbürger ist gut darin, die Phasen der Bürgerbeteiligung zu Verschlafen und hinterher über die getroffenen  Bestimmungen zu Jammern.

Viele Grüße aus dem Revier eines der berüchtigsten Rudel Deutschlands. Die reißen auch Pferde. Aber Menschen hatten noch keine Probs. Auch unsere Jäger halten die Sauen für eine größere Gefahr auf Gängen in den Tiefen unserer Wälder.

Barbara
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#7
@Kornblume,



Zitat:Zwischen einer Demokratie und einem Regime gibt's immer noch Unterschiede. Zb wird man in Deutschland nicht eingesperrt, nur weil man seine Meinung äußert. Homosexualität ist nicht strafbar, sowie Nichteheliche Beziehungen. usw


Das stimmt natürlich auch.

@Barbara,

Zitat:Niedergemacht werden erfahrungsgemäß die, die mit den falschen Mitteln versuchen, Zustände zu ändern oder zu benennen.


Leider nicht nur die sondern auch andere.
Aber, wie ich schon schrieb, das bekommen nichtbetroffene Bürger i.d.R. kaum mit und sie werden es auch nicht wahrhaben wollen.



Mit besten Grüßen,

Thomas
Mit besten Grüßen,

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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#8
Wenn jemand alleine bestimmt, so wie der König, und keine andere Meinung duldet, dann
wird das nicht gut ausgehen.

In der heutigen Zeit, werden Kritiker Mittel und Wege finden, um weiterhin Missstände unters Volk zu bringen.

Weiterhin sehe ich Gefahr auch z.B. in diesem Forum.
Die Gegner des Landes stehen sicher alle schon auf Listen, die an jedem Grenzübergang abzurufen sind.
Und ab gehts ins Kittchen auf Nimmerwiedersehen, wenn man sich monarchiekritisch geäußert hat.

In Deutschland ist es eher so, daß oft Meinungen aufeinanderprallen, also untereinander Unverständnis herrscht.
Deshalb werde ich dann allerdings nicht eingesperrt.
Meinung, die von der Mehrheit abweicht, macht dann eher Probleme, vielleicht bei einer Arbeitssuche, oder ähnlichem.
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#9
(27.08.2020, 19:10)Kornblume schrieb: In Deutschland ist es eher so, daß oft Meinungen aufeinanderprallen, also untereinander Unverständnis herrscht.
Deshalb werde ich dann allerdings nicht eingesperrt.

Hallo, 
ganz so ist es in Deutschland auch nicht, also du kannst durchaus deine Meinung haben, aber sagen darfst du noch lange nicht alles. Ja man kann auch in Deutschland eingesperrt werden wenn man der falschen Meinung ist. So ganz blauäugig darf man dann auch nicht sein das man alles in Deutschland ungestraft raus posaunen kann.
MfG

Marco Wensauer
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#10
Könnte man vielleicht mal konkrete Beispiele nennen statt diffuse Vermutungen zu äußern?

@Thomas: Du als gelernter Landwirt bekommst in Marokko also Dinge in D mit, die ich als gelernte Politologin in D nicht mitbekomme?

@Marco: die Meinungsfreiheit ist durch einige sinnvolle Verbote wie Volksverhetzung oder Beleidigung begrenzt. Um für Meinung in den Knast zu gehen mußt du dich entweder sehr dumm anstellen oder vorsätzlich bestehende Gesetze brechen.

@kornblume: ich entsinne mich an Situationen, in denen ich froh über die Machtfülle des Königs war, z.B. als das Gesetz geändert wurde, wonach nur Kinder marokkanischer Väter die Staatsangehörigkeit bekamen. Das Parlament wollte diese Änderung eher nicht.  Jedes System hat seine Chancen und Probleme.

Viele Grüße
Barbara
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#11
Hallo Beldia,

ich muß Dir entschieden widersprechen, wenn Du "Beleidigung" und "Volksverhetzung" als sinnvolle Verbote bezeichnest, da diese beiden Begriffe extrem schwammig sind und politisch in Deutschland seit der sogenannten Flüchtlingskrise massiv instrumentalisiert werden, um jegliche Kritik zu unterbinden.

Ich weiß nicht, ob Du Dich in Marokko auf Darija oder Tamazirt unterhalten kannst, glaube es allerdings eher nicht. Würde ich nämlich eine typisch marokkanische Unterhaltung 1:1 ins Deutsche übersetzen und genauso in Deutschland sprechen, würde ich in Deutschland in extremer Weise gegen sämtliche Gebote politischer Korrektheit verstoßen und mich dabei der "Volksverhetzung" und "Beleidigung" schuldig machen, wäre extrem rechts und würde den Staatsschutz auf den Plan rufen und vermutlich jahrelang ins Gefängnis geschickt. Wenn Du in Marokko aber nicht so sprichst, wirst Du von einem großen Teil der Bevölkerung überhaupt nicht verstanden werden. Mein in Deutschland strafbarer Wortgebrauch führt in Marokko nur zum gemeinsamen Grinsen und Lachen mit der Polizei und Staatsanwaltschaft.

Im übrigen sind alhamdoulilah marokkanische Polizisten nicht ganz so sensibel wie deutsche Polizisten. Deutsche Polizisten und noch schlimmer Richter sind extrem schnell beleidigt und die Beleidigung von Polizisten und Richtern wird in Deutschland von diesen als "Terrorakt" angesehen und entsprechend verfolgt und geahndet.

Aksayt
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#12
(28.08.2020, 09:36)Aksayt schrieb: Hallo Beldia,

ich muß Dir entschieden widersprechen, wenn Du "Beleidigung" und "Volksverhetzung" als sinnvolle Verbote bezeichnest, da diese beiden Begriffe extrem schwammig sind und politisch in Deutschland seit der sogenannten Flüchtlingskrise massiv instrumentalisiert werden, um jegliche Kritik zu unterbinden.

Ich weiß nicht, ob Du Dich in Marokko auf Darija oder Tamazirt unterhalten kannst, glaube es allerdings eher nicht. Würde ich nämlich eine typisch marokkanische Unterhaltung 1:1 ins Deutsche übersetzen und genauso in Deutschland sprechen, würde ich in Deutschland in extremer Weise gegen sämtliche Gebote politischer Korrektheit verstoßen und mich dabei der "Volksverhetzung" und "Beleidigung" schuldig machen, wäre extrem rechts und würde den Staatsschutz auf den Plan rufen und vermutlich jahrelang ins Gefängnis geschickt. Wenn Du in Marokko aber nicht so sprichst, wirst Du von einem großen Teil der Bevölkerung überhaupt nicht verstanden werden. Mein in Deutschland strafbarer Wortgebrauch führt in Marokko nur zum gemeinsamen Grinsen und Lachen mit der Polizei und Staatsanwaltschaft.

Im übrigen sind alhamdoulilah marokkanische Polizisten nicht ganz so sensibel wie deutsche Polizisten. Deutsche Polizisten und noch schlimmer Richter sind extrem schnell beleidigt und die Beleidigung von Polizisten und Richtern wird in Deutschland von diesen als "Terrorakt" angesehen und entsprechend verfolgt und geahndet.

Aksayt

Ich möchte hier meine -nicht fachkundige Meinung- einfließen lassen. 

Vorerst mal: Deutschland ist nicht Marokko!
Das wissen wir ja alle. Vgl. bringen m. M. n. nicht viel, mich machen sie oft nervös, gelinde gesagt...

Hier ist SACHLICHKEIT gefragt. 

Und da hat jedes Land seine Vor- und Nachteile. 
Einfach die Leute so akzeptieren, wie sie sind!
Musste ich auch erst lernen....
Hier würde ich am ehesten @beldia beipflichten. 
Aber ich habe, wie gesagt, keine Ahnung. 

Und noch was: 
Ich lebe gerne hier in D. Und ich finde unser Land ok. 
Nicht zuletzt hilft unser Leben hier auch unserer family in Marokko...
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#13
(28.08.2020, 08:42)Beldia schrieb: @Marco: die Meinungsfreiheit ist durch einige sinnvolle Verbote wie Volksverhetzung oder Beleidigung begrenzt. Um für Meinung in den Knast zu gehen mußt du dich entweder sehr dumm anstellen oder vorsätzlich bestehende Gesetze brechen.

Hallo,
das sind schon etwas mehr als die beiden. Man darf auch keinen Beamten übermässig kritisieren, eigene oder fremde Staatsbeamte..... (Fall Böhmermann) In Deutschland gab oder gibt es ebenso wie in Marokko einen Paragraphen zur Majestätsbeleidigung. 
Da gibt es noch ein paar mehr Beispiele was man alles in Deutschland nicht darf.
MfG

Marco Wensauer
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#14
(28.08.2020, 09:36)Aksayt schrieb: Hallo Beldia,

ich muß Dir entschieden widersprechen, wenn Du "Beleidigung" und "Volksverhetzung" als sinnvolle Verbote bezeichnest, da diese beiden Begriffe extrem schwammig sind und politisch in Deutschland seit der sogenannten Flüchtlingskrise massiv instrumentalisiert werden, um jegliche Kritik zu unterbinden.

Ich weiß nicht, ob Du Dich in Marokko auf Darija oder Tamazirt unterhalten kannst, glaube es allerdings eher nicht. Würde ich nämlich eine typisch marokkanische Unterhaltung 1:1 ins Deutsche übersetzen und genauso in Deutschland sprechen, würde ich in Deutschland in extremer Weise gegen sämtliche Gebote politischer Korrektheit verstoßen und mich dabei der "Volksverhetzung" und "Beleidigung" schuldig machen, wäre extrem rechts und würde den Staatsschutz auf den Plan rufen und vermutlich jahrelang ins Gefängnis geschickt. Wenn Du in Marokko aber nicht so sprichst, wirst Du von einem großen Teil der Bevölkerung überhaupt nicht verstanden werden. Mein in Deutschland strafbarer Wortgebrauch führt in Marokko nur zum gemeinsamen Grinsen und Lachen mit der Polizei und Staatsanwaltschaft.

Im übrigen sind alhamdoulilah marokkanische Polizisten nicht ganz so sensibel wie deutsche Polizisten. Deutsche Polizisten und noch schlimmer Richter sind extrem schnell beleidigt und die Beleidigung von Polizisten und Richtern wird in Deutschland von diesen als "Terrorakt" angesehen und entsprechend verfolgt und geahndet.

Aksayt

Ergänzung:
Selbstverständlich geht es gar nicht, dass Polizeibeamte / Richter beleidigt werden.... weder hier noch dort. 
Du sagst, marokk. Polizisten seien  nicht so „empfindlich“ wie deutsche??
Nun, ich habe solche bereits „in Aktion“ erlebt. 
Mir hat damals, als Marokkoneuling, der Atem gestockt. Und ich habe noch mein (damals sehr naives) „Maul“ (sorry) aufgemacht....  
Es wird generell mit viel härteren Bandagen gekämpft. 

Übrigens: Ich glaube, @beldia kann Derija /Tamazight. Traue ich ihr voll zu. 

Und noch etwas:
An die Meinungsfreiheit hier in D glaube ich. Ebenso an die korrekte Rolle neutraler Medien hier.
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#15
(28.08.2020, 09:56)bulbulla schrieb: Nicht zuletzt hilft unser Leben hier auch unserer family in Marokko...
Das stimmt mit Sicherheit und betrifft viele in Marokko lebenden Familien. Nur, die Frage sollte einmal diskutiert werden: warum können so viele Marokkaner nur mit der Unterstützung ihrer in Europa/Kanada uvam. lebenden/arbeitenden Angehörigen einigermaßen menschenwürdig überleben, schaffen die es mit ihrer eigenen Arbeitsleistung nicht? Wird die zu schlecht bezahlt?
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#16
Hohe Verantwortliche in Rabat erklärten wiederholt, dass man das Lohnniveau nicht signifikant anheben soll, da sonst die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sehr leide.
Da ansonsten keine oder weniger ausl. Firmen Marokko als Standort wählen, also dann doch lieber die Hungerlöhne für mind. 80% der Marokkaner so belassen, den SMIG lächerlich wenig anheben oder diesen wie bisher unterlaufen, und sich das gemeine Volk halt es denn geht, von MRE oder anderen aus dem Ausland alimentieren lassen.....Warum wohl würde eine überwiegende Mehrheit aller Jungen das Land lieber heute als erst morgen verlassen, wenn sie denn nur könnten.
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#17
@Kornblume,



Zitat:Die Gegner des Landes stehen sicher alle schon auf Listen, die an jedem Grenzübergang abzurufen sind.

Und ab gehts ins Kittchen auf Nimmerwiedersehen, wenn man sich monarchiekritisch geäußert hat.


Mit Sicherheit nicht!
Ich habe auch schon oft Dinge bezüglich Marokko öffentlich kritisiert und das unter Echtnamen im Internet und auch hier im Land.




@Barbara,



Zitat:Könnte man vielleicht mal konkrete Beispiele nennen statt diffuse Vermutungen zu äußern?

@Thomas: Du als gelernter Landwirt bekommst in Marokko also Dinge in D mit, die ich als gelernte Politologin in D nicht mitbekomme?


Zunächst: Ich bin kein Landwirt sondern Botaniker.



Zu früheren Zeiten wurden die oppositionellen Grünen Politiker von der Regierung (und zum Teil auch von den Medien) pauschal als Kommunisten, Steinewerfen und Kinderfi.... bezeichnet.
Einige Bundesländer wollten sogar den Verfassungsschutz auf sie hetzen.


Fällt Dir denn nicht auf, wie heute Kritiker bestimmter Dinge, die die Regierung unbedingt durchbringen will von dieser und den mit ihnen kooperierenden Medien denunziert werden?

So werden EU-Kritiker als EU-Hasser  verunglimpft,

Menschen die der Meinung sind, dass der Klimawandel zum größten Teil nicht menschgemacht ist werden als Klimawandelleugner bezeichnet,

Menschen die eine andere Meinung zur Gefährlichkeit von Corona haben werden pauschal alle als Verschwörungstheoretiker oder Reichsbürger sowie Rechtsradikale niedergemacht,

Kritik an etwas was ein Ausländer gemacht hat ist gleich ausländerfeindlich und so weiter.

Zur Abschaffung der DM wurde die deutsche Bevölkrung erst gar nicht gefragt, weil Umfragen darauf hindeuteten, dass die Mehrheit der Deutschen die DM behalten wollte.

Ist das alles demokratisches Verhalten? Repektiert man so die Meinung anderer (indem man diese Personen verungliempft?
Das ist aber das Mindeste was Dir als Politologin aufgefallen und als "nicht in Ordnung" vermerkt worden sein müsste.





Mit besten Grüßen,


Thomas
Mit besten Grüßen,

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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#18
(28.08.2020, 16:24)latinoo schrieb: Mehrheit aller Jungen das Land lieber heute als erst morgen verlassen, wenn sie denn nur könnten.

Hallo, 
Richtig warum sein eigenes Land aufbauen und arbeiten, wenn man man sich in Europa ins gemachte Nest setzen kann. Immerhin müssen diese heute nichts mehr in Europa aufbauen, das haben die Europäer schon selber gemacht.
MfG

Marco Wensauer
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#19
(28.08.2020, 15:40)Otto Droege schrieb: Warum können so viele Marokkaner nur mit der Unterstützung ihrer in Europa/Kanada uvam. lebenden/arbeitenden Angehörigen einigermaßen menschenwürdig überleben, schaffen die es mit ihrer eigenen Arbeitsleistung nicht? Wird die zu schlecht bezahlt?

Hallo, 
das ist eine irgendwo sehr komplizierte Frage. Aufgrund der Arbeitslosigkeit akzeptiert man oft auch schlechte bezahlte Arbeitsplätze, nach dem Motte wenn ich das nicht mache um das Geld, dann macht es ein Anderer. Das ist die eine Seite, die andere Seite ist, natürlich gibt es auch gut bezahlte Jobs wo man auch gut verdient. Gut verdient ist immer Subjektiv. 800 Euro in Marokko sind nicht 800 Euro in Europa. Man darf aber auch nicht vergessen, es gibt durchaus Fälle mit angeborener Faulheit, die lassen sich dann eben gerne von ihren Kindern aushalten oder versorgen egal ob die in Europa oder in Marokko arbeiten. Man darf nicht noch die Konkurrenz vergessen, Sklavenhaltung und Sklaverei sind in Marokko durchaus noch vorhanden. Heute werden die Sklaven selbst von den Philippinen geholt, weil selbst Marokkaner oder Afrikaner das nicht mehr machen wollen.
MfG

Marco Wensauer
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#20
(28.08.2020, 11:39)bulbulla schrieb: An die Meinungsfreiheit hier in D glaube ich. Ebenso an die korrekte Rolle neutraler Medien hier.

Hallo, 
Meinungsfreiheit das ist wie ein Teppich reine Auslegungssache. 
Ich darf einen Beamten nicht kritisieren, kritisieren muss nicht zwangsläufig eine Beleidigung sein. Ergo der Allgemeine Tenor ist, der Beamte egal was er macht ist über alles erhaben. 
Habe ich eine bestimmte Meinung, dann wird diese wie alles andere auch erstmal kategorisiert. Je nach dem in welcher Kategorie ich mich befinde ist die Meinung zulässig oder nicht. 
Meinungsfreiheit bedeutet, das ich uneingeschränkt eine Meinung vertreten darf. Eine Meinung ist ja noch lange kein Beleg einer Tatsache.
MfG

Marco Wensauer
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