Technologie in Marokko: Ultraschnelle Akku-Aufladung, Elektro- Wasserstoff-Auto, ...
#1
Marokko entwickelt als einziges Land der Welt das ultraschnelle Aufladen der Batterien von Elektroautos.

Den Teilnehmern des Digital Energy Forum on Smart Battery, das am Dienstag, den 20. September 2022, in Casablanca stattfand, wurde die von dem marokkanischen Forscher und Erfinder Rachid Yazami entwickelte intelligente Innovation für das ultraschnelle Aufladen von Lithium-Ionen-Batterien von Elektroautos und ihre verschiedenen Komponenten vorgestellt, die Marokko als einziges Land besitzt.

"Das ultraschnelle Aufladen der Batterien war in den Schlagzeilen, ich denke, wir sind das einzige Land der Welt, das diese Technologie heute hat", betonte der marokkanische Forscher und Erfinder Rachid Yazami auf dem Digital Energy Forum über intelligente Batterien, das von Interworld in Partnerschaft mit INSA alumni organisiert wurde. "Marokko hat ein großes Energiepotenzial, wir haben Phosphat und Kobalt, die für die Herstellung von Lithiumbatterien entscheidend sind", fügte er hinzu.

Mit der nichtlinearen Voltametrie (NLV), einer Lösung, die der marokkanische Forscher vorstellte, kann die Ladezeit, "die eine Stunde überschreiten kann", auf weniger als 15 Minuten oder sogar 5 Minuten reduziert werden. Rachid Yazami hat diese Erfahrung gemacht. Die Methode besteht darin, eine Reihe von nichtlinearen Strömen anzulegen, wodurch die Spannung an den Zustand der Batterie angepasst wird, sodass diese nicht heiß wird und sich selbst kühlen kann", erklärte er.

Nach Ansicht des marokkanischen Erfinders hat Marokko ein großes Potenzial in der Batterieindustrie. "Marokko hat alle Trümpfe in der Hand, um das erste arabische und afrikanische Land zu werden, das Lithium-Ionen-Batterien lokal herstellt. Wir haben ein fantastisches Humanpotenzial, da die besten Ingenieure in Frankreich Marokkaner sind", sagte er.
MfG

Marco Wensauer
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#2
(21.09.2022, 19:13)Marc99 schrieb: Den Teilnehmern des Digital Energy Forum on Smart Battery, das am Dienstag, den 20. September 2022, in Casablanca stattfand, wurde die von dem marokkanischen Forscher und Erfinder Rachid Yazami entwickelte intelligente Innovation für das ultraschnelle Aufladen von Lithium-Ionen-Batterien von Elektroautos und ihre verschiedenen Komponenten vorgestellt, die Marokko als einziges Land besitzt. ...


Rachid Yazami ist ein marokkanischer Wissenschaftler, Ingenieur und Erfinder. Er ist vor allem für seine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Graphitanode (Minuspol) für Lithium-Ionen-Batterien und seine Forschungen zu Fluorid-Ionen-Batterien bekannt.

Das Forschungsprojekt von Yazami umfasste eine Untersuchung von Graphiteinlagerungsverbindungen für Lithiumbatterieanwendungen. 1985 trat er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in das französische Nationale Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) ein. 1998 wurde er zum Forschungsdirektor und Professor befördert. ...

Siehe auch das auch das Video Forum (in französischer Sprache) auf Facebook
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#3
Marokkaner entwickelt das erste Auto, das mit Wasserstoff fährt.

Faouzi Annajah, Mitbegründer und Vorsitzender von NamX.
Faouzi Annajah, Sohn eines marokkanischen Arbeiters, der über dreißig Jahre lang beim französischen Autohersteller Renault gearbeitet hatte, enthüllte am Mittwoch, den 12. Mai, in Turin (Italien) die Früchte seiner vierjährigen Arbeit. Es handelt sich um NamX, den Prototyp einer neuen Premium-Automobilmarke, einen wasserstoffbetriebenen SUV, den er mit verschiedenen europäischen und marokkanischen Partnern entworfen hat, darunter auch der italienische Designer Pininfarina, der bereits für große Namen wie Ferrari gearbeitet hat.

Mit dieser Gelegenheit, mit Pininfarina zusammenarbeiten zu können, ist der 29-jährige französisch-marokkanische Jungunternehmer in der Automobilbranche schlichtweg ein Privilegierter. Peugeot wurde diese Ehre zuteil, insbesondere mit dem 404 Pininfarina Cabriolet. Man muss auch sagen, dass der junge Faouzi Annajah, dessen Eltern aus Marokko stammen, schon immer in der Automobilbranche gelebt hat. Sein Vater arbeitete mehr als 35 Jahre lang bei Renault. Als Unternehmer mit Leib und Seele hat er, der ein Portfolio von mehreren Startups besitzt, bereits beim deutschen Automobilhersteller Volkswagen gearbeitet und verfügt über eine Ausbildung in der Automobilbranche.  Für den Franko-Marokkaner ist das Auto seit seiner Jugend seine Leidenschaft.

Heute ist Faouzi Annajah ein stolzer Mann.  Sein junges Industrie- und Technologieprojekt NamX wurde von Pininfarina unterstützt. Am Sitz dieses italienischen Designhauses präsentierte er den Prototyp seines HUV, "das erste Auto der Welt, das teilweise von einem patentierten System abnehmbarer Tanks angetrieben wird, das einen Paradigmenwechsel in der Erfahrung sauberer Mobilität und einen allgemeinen Zugang zu Wasserstoff verspricht".

"Der HUV ist ein wasserstoffbetriebener SUV mit klaren, muskulösen Linien, dessen Haupttank durch einen Satz von sechs Kapseln ergänzt wird, was eine Gesamtreichweite von bis zu 800 Kilometern ermöglicht. Die Verwendung von Kapseln als Sekundärtanks ist eine bahnbrechende Innovation, die den Weg für den großflächigen Einsatz von Wasserstoff für Pkw durch ein neues, vollständig dezentralisiertes und bedarfsorientiertes Energieversorgungsmodell ebnet", so NamX in einer Pressemitteilung. Der HUV von NAMX ist Teil eines groß angelegten industriellen und technologischen Projekts, das darauf abzielt, die menschliche Mobilität und den Umweltschutz mithilfe von grünem Wasserstoff in Einklang zu bringen, heißt es in der gleichen Quelle.

Faouzi Annajah hat NamX zusammen mit dem Designer Thomas de Lussac gegründet. Die beiden wollen dieses Projekt von Anfang bis Ende durchführen, indem sie die Akteure der Branche zusammenbringen, das Beste aus den vorhandenen Technologien artikulieren und die noch fehlenden Lösungen erfinden. "Das Projekt, das aus der Vision seiner beiden Gründer hervorgegangen ist, vereint Partner aus Afrika und Europa, die von der Überzeugung getragen werden, dass Wasserstoff morgen im Mittelpunkt der Europa-Mittelmeer-Gleichung stehen wird, und die die Kräfte bündeln und das Ökosystem zusammenführen wollen. Diese Experten haben daran gearbeitet, vertiefte Beziehungen zu mehreren Industrie- und Technologiepartnern aufzubauen, die es ab 2023 ermöglichen werden, die Entwicklungsphase des HUV einzuleiten", heißt es in der Pressemitteilung.

Faouzi Annajah hat seine Wurzeln nicht vergessen. Das Namx-Projekt will Produktionsstätten errichten, insbesondere zwischen Europa und Marokko.  Die Gründer von NamX sind gut vernetzt, darunter Pierre-Yves Geels, ehemaliger Vizepräsident von Matra, oder Alain Diboine, ehemaliger Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung bei Renault, Mustapha Mokass, Experte für saubere Energien und Kohlenstofffinanzierung, ehemaliger Mitarbeiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen und der Weltbank, Raphaël Schoentgen, ehemaliger Vorsitzender von Hydrogen Europe und internationaler Experte für Wasserstoff, oder Ibrahima Sissoko, Gründer von fast 30 Unternehmen.

Preislich wird der HUV in zwei verschiedenen Versionen auf den Markt kommen: eine Einstiegsvariante mit Hinterradantrieb und einer Leistung von 300 PS für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,5 Sekunden; eine GTH-Variante mit Allradantrieb und einer Leistung von 550 PS für eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,5 Sekunden. Der HUV wird ab dem letzten Quartal des Jahres 2025 auf den Markt kommen und je nach gewählter Option zwischen 65.000 und 95.000 Euro kosten.
MfG

Marco Wensauer
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#4
(21.09.2022, 19:53)Maghribi schrieb: Rachid Yazami ist ein marokkanischer Wissenschaftler, Ingenieur und Erfinder. Er ist vor allem für seine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Graphitanode (Minuspol) für Lithium-Ionen-Batterien und seine Forschungen zu Fluorid-Ionen-Batterien bekannt.

Das Forschungsprojekt von Yazami umfasste eine Untersuchung von Graphiteinlagerungsverbindungen für Lithiumbatterieanwendungen. 1985 trat er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in das französische Nationale Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) ein. 1998 wurde er zum Forschungsdirektor und Professor befördert. ...

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Hallo, 
das ist absolut richtig, das ist einer der grössten Köpfe aus diesem Gebiet. Leider wurde in den Marokkanischen Medien hier mal wieder der Name einen grossartigen Wissenschaftlers benutzt. 

Hier mal ein Artikel zu diesem Thema und sehr verständlich geschrieben.

Hier auch ein Link zu seiner Firma

Was nicht in diesen Artikeln steht sind die Probleme die zum Beispiel in Europa und auch Nordamerika herrschen, die sozusagen eine Ultraschnellladung hemmen. In China bereits Realität, dort kann jeder sein Auto, sofern es der Fahrzeughersteller zulässt bereits sein Auto in 5 Minuten aufladen. 
In Europa und Nordamerika, ist die Problematik schlicht und einfach das die Infrastruktur für Strom nicht ausreichend um solche Strommengen zu liefern. Tesla und das ist jetzt nicht zwingend das beste System, besitzt zwar einen Schnelllader mit 1 Megawatt Leistung, aber es scheitert an der Stromversorgung für die Ladestation. Gleiches gilt auch für Europa, die Infrastrukur der Energieversorger ist nicht ausreichend für die Ladestationen. (In Deutschland muss man auch einen Antrag stellen für eine Ladestation im eigenen Haus!)


Zum Thema lokale Herstellung von Lithium Ionen Batterien in Marokko, das ist zwar richtig das es grosses Potenzial als Humankapital gibt, ich hätte aber dabei Kopfschmerzen Batterien mit 80 kWh oder mehr herstellen zu lassen oder gar für LKW die 300 und 400 kWh sogar noch mehr. Es sollte das durchaus das Risiko nicht vergessen werden, das hier Fehler in der Produktion zum einen zu Bränden und Explosionen führen können. Nur so als Randinformation, selbst die Batterie für den Citroen Ami, wird nicht in Marokko hergestellt. 


Sowohl Bosch auch Piëch Automotive haben ähnliche Systeme, welche aus den genannten und anderen Gründen nicht umgesetzt werden können. Man sollte hier nicht behaupten das nur Marokko dazu in der Lage wäre, Marokko ist ja nicht mal in der Lage ein normale Ladestation aufzustellen. In ganz Marrakech gibt es sage und schreibe ganze 3 Ladestationen für Elektroautos, davon ein Supercharger (250kW) und 50kW und die andere 22kW. Die 4. wurde wieder vom Netz genommen, wenn einer laden wollte ist das Stromnetz zusammengebrochen. 


Die Ultraschnellladung, selbst auch die Schnellladung bringt so gewisse Probleme mit sich, das zu erklären wäre aber sehr sehr langatmig das die Lithium Batterien die in Fahrzeugen verbaut sind oder in Akkupacketen im Allgemeinen, nicht nur aus vielen einzelnen Zellen bestehen, sondern die einzelnen Zellen zu einzelnen Zellblöcken und diese dann zu einer ganzen Batterie zusammengefügt werden. Hier geht dann schon wieder darum das hier ein Ausgleich gemacht werden muss, zum einen zwischen den einzelnen Zellen und den einzelnen Zellblöcken das funktioniert über ein BMS (Batteriemanagmentsystem). Somit ist eine Schnellladung nach derzeitigen Stand nicht generell möglich, sondern die Batterien brauchen immer wieder mal eine längere Ladezeit um sich zu regenerieren. 

Hier noch ein verständlicher Artikel zu diesem Thema.
MfG

Marco Wensauer
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#5
Hallo.

Wenn ich bei google "erstes Wasserstoffauto" eingebe kommen zahlreiche Ergebnisse aber keines was auf den besagten marok. Ingenieur führt.

Wie kann das sein?



.
Mit besten Grüßen,

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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#6
(22.09.2022, 18:09)Thomas Friedrich schrieb: Hallo.

Wenn ich bei google "erstes Wasserstoffauto" eingebe kommen zahlreiche Ergebnisse aber keines was auf den besagten marok. Ingenieur führt.

Wie kann das sein?

Hallo Thomas, 
wie das sein kann? Zahlreiche Hersteller haben bereits seit mehr als 20 Jahren Wasserstoffautos im Angebot und es dürfte wohl mittlerweile über 40 Jahre vergangen sein wo das erste Wasserstoffauto vorgestellt wurde. Die ersten Wasserstoffautos von BMW und Mercedes lassen sich wohl auf Anfang und Mitte der Achtziger Jahre datieren, Brennstoffzelle ist aber wieder ein anderes Thema. Es wurde bereits an Otto-Motoren Versuche gemacht, die Wasserstoff statt Benzin als Kraftstoff nutzen. Selbst Brennstoffzellen gibt es schon seit langer Zeit, ich kann mich erinnern an den Necar1 von Mercedes der mit Brennstoffzelle unterwegs war. Dürfte wohl seinen Platz im Museum schon gefunden haben. Toyota dürfte führend sein was Brennstoffzellen angeht und die entwickeln daran auch sehr lange um nicht ewig zu sagen. 

Die Idee mit den Sekundärstanks ist nicht schlecht, aber ehrlich gesagt gibt es das auch bereits schon und ist eigentlich keine Neuheit in diesem Sinne. Das Gesamtkonzept ist aber gefällig und bei dem Preissegment dürfte sich das eher in der gehobenen Klasse bewegen.

Das soll die Leistungen des jungen Mannes nicht schmälern, aber ich denke mal die Marokkanischen Medien entweder Weltfremd sind oder schlicht und einfach nur Grössenwahnsinnig.
MfG

Marco Wensauer
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#7
Intelligenzflucht: Marokko verliert 600 Ingenieure pro Jahr.

Die massive Abwanderung marokkanischer Fachkräfte betrifft nicht nur den Gesundheitssektor. Auch das Ingenieurwesen ist davon nicht ausgenommen, wie eine Analyse von Hamida Benlemlih, Generaldirektorin des Developers Institute Maroc, zeigt.

Mehr als 600 Ingenieure verlassen jährlich Marokko auf der Suche nach einem besseren Leben. Man findet sie heute überall auf der Welt, wo sie gute Positionen mit besseren Arbeits- und Lebensbedingungen und guten Aussichten für ihre Kinder innehaben. Hamida Benlemlih zufolge sind die marokkanischen Kompetenzen im Ausland sehr gefragt. Und das motiviert das Phänomen zusätzlich, berichtet die Tageszeitung Les Inspirations Eco.

"Viele ausländische Unternehmen halten Ausschau nach Profilen, die in Marokko dank der Qualität der Ausbildung, die in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Sprung gemacht hat, reichlich vorhanden sind", schreibt die Analystin. Sie betont, dass es sich um "Big-Data-Ingenieure, Web-Ingenieure, Systemarchitekten oder auch Beratungsingenieure handelt, die abgeworben werden, sobald ihre akademische Laufbahn abgeschlossen ist".

Für sie verliert Marokko jedoch Kompetenzen, die ihm hätten nützlich sein können, vor allem angesichts des "Aufstiegs der nationalen Anbieter" in den fortgeschrittenen Technologiebereichen. Hinzu kommt, dass Marokko den Ehrgeiz hat, ein Land mit Spitzentechnologie zu werden, und Schwierigkeiten hat, diese seltenen Vögel aufzuspüren. "Dadurch geht wertvolle Zeit verloren, um wertvolle Profile zu rekrutieren und auszubilden, die dann ausländische Konkurrenten erfreuen. Die Abwanderung dieser Ingenieure stellt auch eine große finanzielle Belastung für den Staat dar", schreibt Hamida Benlemlih.

Die Ausbildung eines Ingenieurs kostet in Marokko etwa 2,5 Millionen Dirham. Dennoch entscheiden sich einige dafür, zu anderen Horizonten aufzubrechen, um ihr Know-how zu Geld zu machen. Es ist Aufgabe der marokkanischen Behörden, Mittel und Strategien zu finden, um diese Fachkräfte in Marokko zu halten und sie dazu zu bewegen, zur nationalen Entwicklung beizutragen.
MfG

Marco Wensauer
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#8
Hallo, 
auch hier ist es wieder mal weit übers Ziel hinausgeschossen, Es gibt tatsächlich einen Ingenieursmangel insbesondere in Europa sowie auch in Nordamerika. Der Vorteil ist das junge Ingenieure günstig sind und nicht nur marokkanische Ingenieure sind mit weniger Lohn zufrieden als zum Beispiel ihre Europäischen Kollegen. 

Als nationaler Anbieter von Hochtechnoligieprodukten aufsteigen, ist ja schon sehr gewagt und das erfordert auch das nötige Kleingeld und da geht es um Milliarden und das in Euro und nicht in Sandkörner. Was hier immer und gerne als wir sind so Kompetent das der Rest der Welt schon wieder inkompetent sein muss, liest man in den Marokkanischen Medien häufig genug. Der Kanadische Formenbauer der sich in Marokko angesindelt hat, Formenbau erfordert tatsächlich eine extrem hohe Kompetenz! Nun das hört sich schon mal sehr gut an! Jetzt aber mal ein schwenk in die Realität, Entwicklung, Planung und Software werden in Kanada gemacht, über Internet werden die CNC-Maschinen programmiert und der marokkanische Facharbeiter, ist im besten Falle ein sogenannter Vorrichter, das bedeutet die Teile auf ein bestimmtes Mass vorbereiten wo die Toleranz in einem Bereich von +/- 5mm liegt, was in der Branche enorm ist üblicher weise sind die Toleranzen im Zentel oder gar im My-Bereich. Den Rest wird durch Vollautomaten erledigt und die Fachkraft ist sofern keine Automatische Zuführung vorhanden, für die Zuführung der Rohlinge verantwortlich, das entfernen von Späne, welchseln von verschliessen Werkzeugen. Objektiv gesehen sind das relativ einfache Arbeiten. Vollautomaten zeichen sich dadurch aus, die eigenständig Material oder Rohlinge zuführen können, Werkzeugwechsel vollziehen können, eine Versorgung von Kühl und Schmiermittel haben, im besten Falle noch eine eigene Spanentsorgung haben. Der Mensch wird nur noch als Hilfkraft im Problemfalle benötigt. 

Zum Thema Automobile und Automotiv, da ist es in etwa das gleiche Spiel, hier findet nur Montage statt und auch hier ist der Roboter bereits federführernd. Abgesehen von Citroen Ami, das einzige Auto (eigentlich Leichtkraftfahrzeug) wird zu 90 Prozent in Marokko hergestellt und montiert. Sieht man sich die Technik des Fahrzeuges an, mal von der Batterie abgesehen Lithium-Ionen und wird aus Frankreich zugeliefert, wie der Motor auch. Das Fahrzeug ist eigentlich rudimentäre Technik die man technisch gesehen nach 1990 verorten kann, eher noch weiter zurück. Nun ja also mal realistisch gesehen, bei so einer so einer die eigentlich bereits veraltet ist und sozusagen 30 Jahre der Zeit hinterher hinkt, diese Mängelliste zu präsentieren, ist eher beschämend. Dies wird aber hier als voller Erfolg gefeiert und man sieht sich selbst als zukünftiger Markt und Technologieführer an. 

Um überhaupt von fortgeschrittenen Technologiebereich sprechen zu können, sollte man überhaupt erstmal anfangen, so etwas zu produzieren und nicht von Ausländischen Unternehmen abhängig sein deren wohlwollen mit Steuervorteilen und Importzöllen schmackhaft zu machen. Dafür gibt es einen Fachbegriff, das heisst Lohnveredelung, um das zur Präzsieren in Marokko ist der Grossteil sogar passive Lohnveredelung, im Zusammenhang mit Vorteilen bei den Steuern und Importzöllen. 

Einer der grössten Auftraggeber im Bereich Endmontage ist Renault-Nissan in Marokko, ursprünglich war geplant die Produktion des Renault Twizy von Spanien nach Marokko zu verlagern, in letzter Sekunde wurde das ganze aber nach Südkorea verlagert. Im übrigen wäre dieses Leichtkraftfahrzeug ebenso zu 90% in Marokko gefertigt worden, was aber nie realisiert wurde. Man nimmt die langen Transportwege und selbst den Verlust von Markanteilen hin, wird wohl auch einen Grund haben.
MfG

Marco Wensauer
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