Corona-Virus in Marokko
"Die Entscheidung, die Grenzen wieder zu öffnen, sei eine Entscheidung, die nur im „letzten Moment“ getroffen werden könne".
Aha, im letzten Moment. Das weckt doch mal richtig Vertrauen. Ich kenne Marokkaner, die hier in Spanien wohnen und sich letzten Sommer, als ich geflogen bin, schon nicht mehr getraut haben. Auf-zu-auf-zu... und immer schön ohne Vorwarnung.
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Hallo Merlina,

genau so ist es!

Durch diesen Entscheidungs-Hickhack geht Vertrauen in die Zuverlässigkeit Marokko´s als Tourismusland, aber auch als Land in dem Rechtsverbindlichkeit gilt und dadurch für wirtschaftliche Investoren von Interesse sein könnte, nachhaltig verloren.
Dadurch entgehen dem Land Unsummen an Geldern aber es entsteht auch viel Leid.
Schon wieder und noch immer (Ceuta, Melilla) sitzen unzählige Marokkaner in fernen Landern fest, die u.a. dadurch in den finanziellen Ruin getrieben werden, ganz zu schweigen von den zerstörten Familienleben.

Ursprünglich waren die Grenzen aus Schutz vor Omikrom geschlossen worden.
Omikron ist nun weit verbreitet im Land.
Aus welchen Schutzmaßnahmen werden die Grenzen jetzt weiterhin geschlossen???
Wahrscheinlich nur um die erste Schließung zu rechtfertigen!


Mitte Februar wird die Omikronwelle ihren Höhepunkt in Marokko erreicht haben.
(Wer sich ein wenig die entspr.  Statistiken anderer Ländern anschaut kann selber in etwa vorhersagen, wie lange es dauert bis dass die Kurven wieder nach unten gehen.)
Da wo die Kurven langsam angestiegen sind, steigen sie auch wieder langsam, dort wo sie schnell steil nach oben gingen, gehts genau so schnell wieder nach unten.
Die Verlaufe sind in etwa (es gibt Ausnahmen) symmetrisch.
Weder Grenzschließungen.- noch Grenzöffnungen können das großartig beeinflussen.



.
Mit besten Grüßen,

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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Hallo,
Insgesamt 8.338 neue Fälle von Infektionen mit dem neuen Coronavirus (Covid-19).

Die neuen Fälle wurden in den Regionen Casablanca-Settat (2.030), Rabat-Salé-Kénitra (2. 002), Fes-Meknes (999), Tanger-Tetouan-Al Hoceima (922), Marrakesch-Safi (769), Souss-Massa (565), Béni Mellal-Khénifra (338), l'Oriental (269), Draâ-Tafilalet (169), Guelmim-Oued Noun (132), Laâyoune-Sakia El Hamra (94) und Dakhla-Oued Eddahab (49) registriert.
MfG

Marco Wensauer
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(21.01.2022, 16:18)Thomas Friedrich schrieb: ...

Ursprünglich waren die Grenzen aus Schutz vor Omikrom geschlossen worden.
Omikron ist nun weit verbreitet im Land.
Aus welchen Schutzmaßnahmen werden die Grenzen jetzt weiterhin geschlossen???
Wahrscheinlich nur um die erste Schließung zu rechtfertigen!

Mitte Februar wird die Omikronwelle ihren Höhepunkt in Marokko erreicht haben.
(Wer sich ein wenig die entspr.  Statistiken anderer Ländern anschaut kann selber in etwa vorhersagen, wie lange es dauert bis dass die Kurven wieder nach unten gehen.)
Da wo die Kurven langsam angestiegen sind, steigen sie auch wieder langsam, dort wo sie schnell steil nach oben gingen, gehts genau so schnell wieder nach unten.
Die Verlaufe sind in etwa (es gibt Ausnahmen) symmetrisch.
Weder Grenzschließungen.- noch Grenzöffnungen können das großartig beeinflussen.


Nur die Verantwortlichen können uns genau sagen, warum die Grenzen geschlossen und bisher noch nicht wiedereröffnet wurden.


Vielleicht ...


Vielleicht sind die Gesundheitsbehörden in Marokko der Ansicht, man habe schon genügend eigene Omikron-Infizierte im Lande und man brauche daher nicht noch extra weitere hoch ansteckende Infektiöse aus dem Ausland importieren, um die Lage noch prekärer zu machen

Vielleicht haben die Behörden auch keine Lust darauf, die Einreisenden aus jetzt schon weltweit 155 Hochrisikogebieten bei der Ankunft einem PCR-Test zu unterziehen und in Quarantäne zu stecken und ein paar Tage darauf erneut zu testen. Das Quarantäneverfahren funktioniert in Marokko nicht besonders gut und Infizierte nimmt kein Flugzeug gleich wieder mit beim Rückflug.

Vielleicht versucht man in Marokko mit allen Mitteln zu vermeiden, dass wie in England die Kliniken wegen Überlastung durch Omikron den Notstand ausrufen müssen: Zu viele Erkrankte und Engpässe beim Personal. In Deutschland wurden Notfallpläne erstellt bzw. überprüft, um bei weiter steigenden krankheitsbedingten Ausfällen die öffentliche Versorgung und Sicherheit nach Möglichkeit noch gewährleisten zu können.

Vielleicht denken die Verantwortlichen in Marokko genau deshalb so wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach: „Wir müssen verhindern, dass das Gesundheitssystem überfordert wird“, sagte dieser am Dienstag im „Deutschlandfunk“. Die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus lasse sich zwar nicht verhindern, es gehe aber darum, „aus der Welle einen Hügel“ zu machen. 


Diagramme:

Marokko im relativen Vergleich (also jeweils bezogen auf 1 Million Einwohner) gegenüber einigen anderen Ländern bei der Anzahl der Infektionen bzw. der Todesfälle.

Täglich neue bestätigte COVID-19-Fälle pro Million Menschen

Kumulierte bestätigte COVID-19-Fälle pro Million Einwohner

Kumulierte bestätigte COVID-19-Todesfälle pro Million Menschen

.
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Dann sollten sie vielleicht mal IM Land kontrollieren. Und bei Grenzschließungen diejenigen, die schon in Marokko sind, wieder rauslassen, und diejenigen noch reinlassen, die in Marokko wohnen. Und zwar alle und sofort. Man müsste wenigstens die Sicherheit haben, dass man nicht plötzlich ohne Vorwarnung festsitzt.
Außerdem ist gerade nicht Hochsaison. Ich bezweifle, dass sich durch die paar Touristen, die jetzt kommen würden, die Zahlen großartig ändern würden.
Wir können es ja eh nicht ändern. Mir tun nur die Betroffenen leid.
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(21.01.2022, 16:18)Thomas Friedrich schrieb: Hallo Merlina,

genau so ist es!

Durch diesen Entscheidungs-Hickhack geht Vertrauen in die Zuverlässigkeit Marokko´s als Tourismusland, aber auch als Land in dem Rechtsverbindlichkeit gilt und dadurch für wirtschaftliche Investoren von Interesse sein könnte, nachhaltig verloren.
Dadurch entgehen dem Land Unsummen an Geldern aber es entsteht auch viel Leid.
Schon wieder und noch immer (Ceuta, Melilla) sitzen unzählige Marokkaner in fernen Landern fest, die u.a. dadurch in den finanziellen Ruin getrieben werden, ganz zu schweigen von den zerstörten Familienleben.

Hallo Thomas, 
Ist der Ruf erst ruiniert.... 
Dem Land entgehen keine Unsummen im Gegenteil das Land erhält Unsummen an Gelder die direkt in die Staatskasse fliessen und vielleicht noch den ein oder anderen undurchsichtigen Kanal nehmen. Richtig ist das vielen privaten Unternehmen wichtige Umsätze entgehen und entweder Insolvent werden oder erhebliche Einbussen haben. Geld fliesst mehr den je selbst von den im Ausland lebenden Marokkanern werden gewaltige Summen in das Land gepumpt und die Devisenreserven in Marokko steigen wie schon lange nicht mehr. Was dem Staat viele neue Möglichkeiten eröffnet im Ausland einzukaufen ohne die Devisenreserven stark zu belasten. Für den Staat ist Corona mehr oder weniger ein finanzieller Segen, für das Volk eher weniger, aber auch da gibt es ja noch Hilfe von den Familienmitglieder die im Ausland leben und arbeiten.
MfG

Marco Wensauer
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(22.01.2022, 05:00)Gero schrieb:
(21.01.2022, 16:18)Thomas Friedrich schrieb: ...

Ursprünglich waren die Grenzen aus Schutz vor Omikrom geschlossen worden.
Omikron ist nun weit verbreitet im Land.
Aus welchen Schutzmaßnahmen werden die Grenzen jetzt weiterhin geschlossen???
Wahrscheinlich nur um die erste Schließung zu rechtfertigen!

Mitte Februar wird die Omikronwelle ihren Höhepunkt in Marokko erreicht haben.
(Wer sich ein wenig die entspr.  Statistiken anderer Ländern anschaut kann selber in etwa vorhersagen, wie lange es dauert bis dass die Kurven wieder nach unten gehen.)
Da wo die Kurven langsam angestiegen sind, steigen sie auch wieder langsam, dort wo sie schnell steil nach oben gingen, gehts genau so schnell wieder nach unten.
Die Verlaufe sind in etwa (es gibt Ausnahmen) symmetrisch.
Weder Grenzschließungen.- noch Grenzöffnungen können das großartig beeinflussen.


Nur die Verantwortlichen können uns genau sagen, warum die Grenzen geschlossen und bisher noch nicht wiedereröffnet wurden.


Vielleicht ...


Vielleicht sind die Gesundheitsbehörden in Marokko der Ansicht, man habe schon genügend eigene Omikron-Infizierte im Lande und man brauche daher nicht noch extra weitere hoch ansteckende Infektiöse aus dem Ausland importieren, um die Lage noch prekärer zu machen

Vielleicht haben die Behörden auch keine Lust darauf, die Einreisenden aus jetzt schon weltweit 155 Hochrisikogebieten bei der Ankunft einem PCR-Test zu unterziehen und in Quarantäne zu stecken und ein paar Tage darauf erneut zu testen. Das Quarantäneverfahren funktioniert in Marokko nicht besonders gut und Infizierte nimmt kein Flugzeug gleich wieder mit beim Rückflug.

Vielleicht versucht man in Marokko mit allen Mitteln zu vermeiden, dass wie in England die Kliniken wegen Überlastung durch Omikron den Notstand ausrufen müssen: Zu viele Erkrankte und Engpässe beim Personal. In Deutschland wurden Notfallpläne erstellt bzw. überprüft, um bei weiter steigenden krankheitsbedingten Ausfällen die öffentliche Versorgung und Sicherheit nach Möglichkeit noch gewährleisten zu können.

Vielleicht denken die Verantwortlichen in Marokko genau deshalb so wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach: „Wir müssen verhindern, dass das Gesundheitssystem überfordert wird“, sagte dieser am Dienstag im „Deutschlandfunk“. Die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus lasse sich zwar nicht verhindern, es gehe aber darum, „aus der Welle einen Hügel“ zu machen. 


Diagramme:

Marokko im relativen Vergleich (also jeweils bezogen auf 1 Million Einwohner) gegenüber einigen anderen Ländern bei der Anzahl der Infektionen bzw. der Todesfälle.

Täglich neue bestätigte COVID-19-Fälle pro Million Menschen

Kumulierte bestätigte COVID-19-Fälle pro Million Einwohner

Kumulierte bestätigte COVID-19-Todesfälle pro Million Menschen

.

Hallo Thomas,

ich sehe das ähnlich mit der Welle. Es ist gut dass die Zahlen in Marokko nicht so hoch sind und dass mit der Grenzschließung das schlimmste vermutlich verhindert worden konnte. Andererseits wirft es natürlich die Problematik wie in meinem Fall auf: eine Heirat in Vertretung ist so gut wie nicht möglich, wenn man als Ausländer den Antrag nicht selbst persönlich gestellt hat. Und andererseits aufgrund dieser Situation laufen die Dokumente bald ab. Weder das eine ist also möglich noch das Fliegen. Deswegen hoffe ich auf gute Nachrichten um nicht alles wieder von vorn zu beantragen und übersetzen lassen zu müssen.

lg Sabine
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Hallo Sabine,


Zitat:Es ist gut dass die Zahlen in Marokko nicht so hoch sind und dass mit der Grenzschließung das schlimmste vermutlich verhindert worden konnte.

Die Zahlen steigen täglich.
Eine Grenzschließung hat das nicht verhindert, weder zeitlich, noch in der Höhe.





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Mit besten Grüßen,

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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Insgesamt 7.638 neue Fälle von Infektionen mit dem neuen Coronavirus (Covid-19) in Marokko während der letzten 24 Stunden, berichtete das Ministerium für Gesundheit und sozialen Schutz am Samstag.

   

In seinem täglichen Bulletin über die epidemiologische Situation stellte das Ministerium fest, dass die Zahl der Erstimpfungen 24.635.510 betrug, die Zahl der Personen, die zwei Dosen erhalten hatten, 23.043.738, während 4.111.342 Personen drei Injektionen erhielten.

Die neue Infektionsbilanz erhöht die Gesamtzahl der Ansteckungen seit dem ersten Fall in Marokko im März 2020 auf 1.093.978, während die Zahl der genesenen Personen auf 1.007.491 gestiegen ist, was einer Heilungsrate von 92,1% entspricht.
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(22.01.2022, 15:32)Thomas Friedrich schrieb: Hallo Sabine,


Zitat:Es ist gut dass die Zahlen in Marokko nicht so hoch sind und dass mit der Grenzschließung das schlimmste vermutlich verhindert worden konnte.


Die Zahlen steigen täglich.
Eine Grenzschließung hat das nicht verhindert, weder zeitlich, noch in der Höhe.

Ich denke schon, dass es weitaus schlimmer gewesen wäre wenn die Grenzen offen geblieben wären. Auch wenn Deutschland mehr als doppelt soviele Einwohner hat ist es doch ein Unterschied ob es sich um 1.000 erhöht oder um 20.000-30.000 so wie es die letzte Zeit war. Ich habe die Zahlen gesehen und es fing in der 1. Januarwoche mit 500er Schritten an dan in 1.000er. Der Höhepunkt ist sicherlich noch lange nicht erreicht.
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(22.01.2022, 15:32)Thomas Friedrich schrieb: Hallo Sabine,

Zitat:Es ist gut dass die Zahlen in Marokko nicht so hoch sind und dass mit der Grenzschließung das schlimmste vermutlich verhindert worden konnte.

Die Zahlen steigen täglich.
Eine Grenzschließung hat das nicht verhindert, weder zeitlich, noch in der Höhe.


Aber die Schließung der Grenzen hat verhindert, dass weitere infektiöse Einreisende das Virus importieren und dadurch die Infektionszahlen noch weiter in nicht kontrollierbarem Ausmaß in die Höhe schießen. 

Es gibt 2 Möglichkeiten um das zu verhindern:

Man klassifiziert die verschiedenen Ländern nach der aktuell vorherrschenden Schwere der Pandemie und bestimmt dann wie Einreisende entsprechend diesen Klassen zu  kontrollieren sind, wie man es zum Beispiel auch in Europa und anderswo macht,

oder man sperrt grundsätzlich alle Einreisenden aus, dann erspart man sich die Klassifizierung und die Kontrolle der Einreisenden, so wie es Marokko macht.


Die Durchlässigkeit der Grenze hat durchaus Einfluss auf die Infektionszahlen. Denn warum machen es die Länder sonst, nur zum Spass um Beamte zu beschäftigen und Einreisevorschriften immer wieder anzupassen? 

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(22.01.2022, 15:32)Thomas Friedrich schrieb: Hallo Sabine,


Zitat:Es ist gut dass die Zahlen in Marokko nicht so hoch sind und dass mit der Grenzschließung das schlimmste vermutlich verhindert worden konnte.

Die Zahlen steigen täglich.
Eine Grenzschließung hat das nicht verhindert, weder zeitlich, noch in der Höhe.





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Hallo Thomas, 

Ich stimme dir zu.
1. Touristen reisen eher nicht im Nov-Feb nach Marokko... und auf Grund der letzten Erfahrungsberichte von plötzlichen Grenzschließungen, werden sich nur echte Hardliner entschließen nach Marokko zu reisen. Das Reisen ist weltweit momentan nicht wirklich ein Vergnügen. Warum also Einheimische, Familienmitglieder, Zugezogene Ausländer... aus-/einsperren?? 
2. Für mich gibt es derzeit kein Hochrisikogebiet mehr, weil sämtliche Varianten ÜBERALL ist... höchstens Archipels, die könnte man noch als "Niedrig problematisch" einstufen, da diese vereinzelt nicht so betroffen sind... aber so über den Daumen gepeilt ist die ganze Welt ein "Hochrisikogebiet"
3. Was hat diese "nicht rauslassen"-Einstellung mit "Schutz des Volkes vor Einschleppung" zu tun? - nichts,... ich sehe darin NULL Sinn
4. Marocco hält an manchen Entscheidungen fest, wie andere Staaten auch... so wendig und gelenkig wie ein Frachtschiff... wenig "mutationsfreudig"
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Welche Länder haben sich denn noch so abgekapselt wie Marokko... ??... die allermeisten haben doch strengere Einreisbestimmungen erwogen... oder? Sind die jetzt vergleichsweise schlechter, besser, gleich dran bzgl. "steigende Infektionszahlen"?
Wie sieht es in den Ländern aus, die ebenfalls Grenzschließungen durchführen... entscheiden diese auch "im letzten Moment" über "Auf/Zu"... und und und
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Hallo,
Insgesamt 7.638 neue Fälle von Infektionen mit dem neuen Coronavirus (Covid-19) .

Die neuen Fälle wurden in den Regionen Casablanca-Settat (1.867), Rabat-Salé-Kénitra (1.591), Fès-Meknès (1. 140), Tanger-Tetouan-Al Hoceima (915), Marrakech-Safi (672), Souss-Massa (492), Béni Mellal-Khénifra (314), l'Oriental (215), Draâ-Tafilalet (157), Laâyoune-Sakia El Hamra (108), Guelmim-Oued Noun (102) und Dakhla-Oued Eddahab (65) registriert.
MfG

Marco Wensauer
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(22.01.2022, 08:42)21merlina schrieb: Dann sollten sie vielleicht mal IM Land kontrollieren. Und bei Grenzschließungen diejenigen, die schon in Marokko sind, wieder rauslassen, und diejenigen noch reinlassen, die in Marokko wohnen. Und zwar alle und sofort. Man müsste wenigstens die Sicherheit haben, dass man nicht plötzlich ohne Vorwarnung festsitzt.
Außerdem ist gerade nicht Hochsaison. Ich bezweifle, dass sich durch die paar Touristen, die jetzt kommen würden, die Zahlen großartig ändern würden.
Wir können es ja eh nicht ändern. Mir tun nur die Betroffenen leid.


(22.01.2022, 18:03)Suzna schrieb: ....
Hallo Thomas, 

Ich stimme dir zu.
1. Touristen reisen eher nicht im Nov-Feb nach Marokko... und auf Grund der letzten Erfahrungsberichte von plötzlichen Grenzschließungen, werden sich nur echte Hardliner entschließen nach Marokko zu reisen. Das Reisen ist weltweit momentan nicht wirklich ein Vergnügen. Warum also Einheimische, Familienmitglieder, Zugezogene Ausländer... aus-/einsperren?? 
2. Für mich gibt es derzeit kein Hochrisikogebiet mehr, weil sämtliche Varianten ÜBERALL ist... höchstens Archipels, die könnte man noch als "Niedrig problematisch" einstufen, da diese vereinzelt nicht so betroffen sind... aber so über den Daumen gepeilt ist die ganze Welt ein "Hochrisikogebiet"
3. Was hat diese "nicht rauslassen"-Einstellung mit "Schutz des Volkes vor Einschleppung" zu tun? - nichts,... ich sehe darin NULL Sinn
4. Marocco hält an manchen Entscheidungen fest, wie andere Staaten auch... so wendig und gelenkig wie ein Frachtschiff... wenig "mutationsfreudig"


(22.01.2022, 18:11)Suzna schrieb: ...
Wie sieht es in den Ländern aus, die ebenfalls Grenzschließungen durchführen... entscheiden diese auch "im letzten Moment" über "Auf/Zu"... und und und


Von wegen ein unerwartetes "Auf/Zu im letzten Moment"

Die Grenzschließung war nur für die überraschend, die alle Meldungen in den Medien ignoriert oder verschlafen hatten. 
Wer in diesen Zeiten auf Reisen geht, sollte sich auch des Risikos bewusst sein und sich informieren.

Die ersten Anzeichen gab es schon am 20.10.2021, als die Direktflüge zwischen Marokko und Deutschland, Niederlande und England eingestellt wurden, später auch mit Frankreich und Belgien. Aber die Ein- und Ausreise über Drittländer blieb noch erlaubt. Deutliches Anzeichen war auch die neue rote Liste für Länder, für die wegen der dort verbreiteten Omikron-Variante eine Einreise nicht mehr gestattet wurde. Bekräftigt wurde dies ab 13.11.2021 mit der ersten und wenig später mit einer zweiten Verschärfung der Einreisekontrollen und 14 Tage danach, am 29.11.2021, wurde dann die Grenzschließung bis zum 31.12.2021 verkündet, die später bis zum 31.01.2022 verlängert wurde.

21merlina hatte schon am 22.10.2021 eine Vorahnung und schrieb dazu:
… Ich dachte schon, das Theater würde jetzt demnächst endlich mal enden und es gäbe bald auch wieder Fährverbindungen von Algeciras aus, aber da habe ich mich wohl zu früh gefreut. …


Von wegen "nicht reinlassen nach Marokko"

Ab dem 15.12.2021 wurde eine Reihe von Rückführungsflügen nach Marokko für im Ausland gestrandete Marokkaner (oder Ausländer mit ständigem Wohnsitz in Marokko) von Royal Air Maroc (RAM) und Air Arabia durchgeführt. Dies betrifft Portugal, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Für Personen, die sich in anderen Ländern aufhalten, besteht die Möglichkeit, über eines dieser drei Länder nach Marokko zurückgeführt zu werden. Die Rückführung nach Marokko war bis zum 23. 12.2021 befristet. Wer bis dahin nicht zurückkehrte, muss abwarten bis wann wieder eine Einreise nach Marokkos möglich wird. Und es gibt leider einige, die das aus verschiedenen Gründen verpasst haben. Aber auch dieses Problem ist jetzt der Regierung vorgetragen worden.


Von wegen "nicht rauslassen aus Marokko"

Die Ausreise aus Marokko war und ist immer noch mit den genehmigten Sonderflügen möglich.

Während Marokkos Luftgrenzen geschlossen sind, bieten mehrere ausländische Fluggesellschaften genehmigte Sonderflüge zur Rückführung für in Marokko gestrandete Ausländer an.

Auch die RAM bietet ab 14.12.2021 solche Sonderflüge zur Ausreise nach Belgien, Kanada, Côte d'Ivoire, Spanien, Frankreich, Gabun, Italien, Senega,l Burkina Faso, Mauretanien, Vereinigten Staaten, Kanada und Côte d'Ivoire an. Die Rückführungsflüge von RAM und Air Arabia aus Portugal, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emirate, können ebenfalls für den Ausflug aus Marokko genutzt werden.

Die Aussetzung von Flügen betrifft nur Ankünfte in Marokko und nicht die Abflüge. Daher können Marokkaner, die ins Ausland reisen möchten, die von den marokkanischen Behörden genehmigten Sonderflüge nutzen. Aber eine Wiedereinreise ist seit dem 23.12.2022 nicht mehr möglich.

Das alles kann im Thread "Flüge von und nach Marokko" chronologisch gereiht nachgelesen werden.
https://forum.marokko.com/showthread.php?tid=886&pid=7189#pid7189


Von wegen die" ... paar Touristen ..." und "… Touristen reisen eher nicht im Nov-Feb nach Marokko …"

Die Weihnachtszeit ist Hochsaison in Marokko und die Monate danach eine beliebte Zeit für Reisen im Land wegen der angenehmeren Temperaturen als im Sommer.

Das sind die Zahlen zu 1 Woche:
Nach der Aussetzung der Flüge am 29.11.2021 prognostizierte der Nationale Tourismusverband (CNT) „einen Verlust von 1 Milliarde Dirham allein für die letzte Dezemberwoche, als 100.000 ausländische Touristen erwartet wurden“, berichtet Le Monde .

Und das sind die Zahlen von nur 1 Fluggesellschaft:
Durch die Einstellung der Flüge von und nach Marokko vom 29. November bis zum 13. Dezember sind 160.000 Ryanair-Kunden durch Stornierungen betroffen. Mit der neuen Entscheidung, alle Flüge nach Marokko bis zum 1. Februar 2022 zu streichen kommen weitere 230.000 Stornierungen hinzu.



(22.01.2022, 18:11)Suzna schrieb: Welche Länder haben sich denn noch so abgekapselt wie Marokko... ??... die allermeisten haben doch strengere Einreisbestimmungen erwogen... oder? Sind die jetzt vergleichsweise schlechter, besser, gleich dran bzgl. "steigende Infektionszahlen"?
...


Dieses Posting gibt die Antwort, wie Marokko im Vergleich zu anderen Staaten dasteht.
https://forum.marokko.com/showthread.php?tid=481&pid=8167#pid8167

Siehe die Diagramme.
Die Zahlen sind relativiert pro 1 Million Einwohner, damit man die Länder vergleichen kann.

.
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@Gero,


Zitat:Aber die Schließung der Grenzen hat verhindert, dass weitere infektiöse Einreisende das Virus importieren und dadurch die Infektionszahlen noch weiter in nicht kontrollierbarem Ausmaß in die Höhe schießen. 


Nein, so ist es nicht, denn nur vollstänig geeimpfte und negativ getestete Personen dürfen einreisen, wenn die Grenzen offen sind.
Mit besten Grüßen,

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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@Thomas

Ja, es gibt schon Möglichkeiten, das Risiko einzuschränken. Mit den gleichen Maßnahmen könnte man auch Massenveranstaltungen (z.B. Sport in geschlossenen Hallen, Fußballspiele vor 70.000 Zuschauern etc.) durchführen. In der Praxis funktioniert das allerdings nicht oder unzureichend, deshalb werden Veranstaltungen dieser Art meist nicht zugelassen.

Nachdem Omikron nun auch in Marokko dominiert, hat man wahrscheinlich bald genügend Erfahrungswerte. Hoffentlich passiert nicht allzu viel, dann könnte es gut sein, dass ab etwa Mitte Februar wieder alles offen ist. Ich sehe das eher positiv, deshalb kann es gut sein, dass ich für Anfang März einen Flug für 15 Tage buche. Momentan ist der noch relativ günstig buchbar. 200 € für Hin- und Rückflug.
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(23.01.2022, 11:20)Thomas Friedrich schrieb: @Gero,

Zitat:Aber die Schließung der Grenzen hat verhindert, dass weitere infektiöse Einreisende das Virus importieren und dadurch die Infektionszahlen noch weiter in nicht kontrollierbarem Ausmaß in die Höhe schießen. 

Nein, so ist es nicht, denn nur vollstänig geeimpfte und negativ getestete Personen dürfen einreisen, wenn die Grenzen offen sind.


So ist es aber auch nicht wie du meinst.

Inzwischen wissen wir alle, dass auch vollständige Geimpfte infektiös sein können,
und dass alle Tests nicht 100% sicher sind und auch Fehler bei der Probenentnahme und im Labor entstehen können,
sodass tatsächlich Infizierte als FALSCH NEGATIV ausgewiesen werden. 

Sicher wäre man nur, wenn alle Einreisenden bei der Ankunft einem Test unterzogen werden, alle negativ getesteten in Quarantäne kommen  und in ein paar Tage erneut getestet werden. Und dabei muss man hoffen, dass sich Gesunde nicht gerade in der Quarantäne angesteckt haben und der erneute Test nicht fälschlicherweise noch negativ anzeigt.

Wie freizügig der Aufenthalt in den Quarantäne-Quartieren in Marokko ist und wie lasch die Kontrollen auf richtige Einhaltung oft waren, konnten wir ja in den Medien ausgiebig oft lesen. 

Alle Einreisenden aussperren bietet die höchste Stufe an Sicherheit auf der ganzen Skala der Möglichkeiten.

Ich befürworte das nicht, es ist eine Entscheidung der Behörden und sie wissen hoffentlich was sie tun und was das für die Menschen und die Wirtschaft bedeutet, wenn sie so etwas machen.



Coronatests an Flughafen in Indien waren offenbar fehlerhaft
https://www.spiegel.de/panorama/indien-7...87fa113da1
Spiegel Panorama - 10.01.2022

Ein Beispiel wie ein Labor falsche Positiv-Tests produzierte. 
Genau so hätte dieses ungeeignete Labor auch falsche Negativ-Tests abliefern können.


So zuverlässig sind Corona-Tests
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/c...t-100.html
ZDFheute - 21.08.2020 

Kein Test ist fehlerfrei. Bei Gesunden kann ein Test positiv ausfallen, Infizierte können negativ getestet werden.

Generell wird die Zuverlässigkeit von Tests mit Werten für die Sensivität und die Spezifität gemessen: Je höher die Sensitivität ist, desto mehr Infizierte werden vom Test tatsächlich erkannt. Und je höher die Spezifität ist, desto weniger Fehlalarme gibt es.

Das häufigste Problem sind wohl Unsicherheitsfaktoren, die durch das Testen selbst entstehen: Wenn der Abstrich nicht richtig entnommen oder Proben falsch transportiert wurden. Auch der Zeitpunkt des Tests ist entscheidend: Hat die Infektion erst kurz zuvor stattgefunden, können meist weder Viren im Rachenabstrich noch Antikörper im Blut nachgewiesen werden und es kommt zu sogenannten "falsch-negativen" Ergebnissen: Dass also der Test negativ ausfällt, obwohl die Person infiziert ist.

Ein negativer Test ist also oft kein Freibrief: Bestehen berechtigte Zweifel am negativen Testergebnis, weil die Person zum Beispiel engen Kontakt zu einem Infizierten hatte, wird zu einem zweiten Test geraten. Deshalb sollten sich auch Urlauber, die aus Risikogebieten zurückkehren, ein zweites mal testen lassen, wenn Covid-Symptome bei ihnen auftreten - selbst, wenn der erste Test negativ ausfiel.

...
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Natürlich gibt es bei geimpften und negativ getesteten Personen ein Restrisiko aber verglichen mit dem, was hier im Land passiert (Feiern, Umarmein, Küssen, mit fünf Personen Wasser aus einem Glas trinken, u.v.a.m.!!!) hätte eine Grenzöffnung nur homöopathische Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen innerhalb Marokkos.

Alle Maßnahmen sollten in einer Verhältnismäßigkeit stehen und das tut u.a. eine Grenzschließung nicht.






.
Mit besten Grüßen,

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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zum Tests kann ich nur aus meiner Erfahrung sprechen, welche nicht unbedingt positiv sind.

Also ich letzten Sommer das erste mal fliegen wollte, habe ich vorsorglich einen PCR Test machen lassen, es war nicht notwendig.

Es waren 4 Wochen nach der zweiten Impfung vergangen, kurz danach habe ich eine Erkältung bekommen, angesteckt bei meiner Tochter und vermutlich beim Kindesvater.
Vier Wochen lang habe ich 2 mal die Woche Selbststest gemacht, (derzeitige Regelung da ich ja auf Arbeit fahren musste). Alle Test waren negativ. Der Husten ging aber nicht weg alle Medikamente halfen nicht, es hieß also aussitzen. Am Abend vor dem PCR Test habe ich nochmal einen Selbsttest gemacht. Auch dieser war negativ.

Am Nachmittag kam dann eine Nachricht vom Testcenter.... PCR Test war positiv. Ihr könnt euch vorstellen dass ich aus allen Wolken gefallen bin. Man denkt ja nicht wenn alle Selbsttest negativ waren und man doppelt geimpft ist, dass der PCR Test positiv ist. Ich hab also das ganze vermutlich vier Wochen rumgeschleppt, ohne dass zu wissen. Man muss dazu sagen, Husten ist bei mir keine Seltenheit, auch nicht dass der mal 4 Wochen andauert. Daher hab ich mir damals keine Gedanken gemacht.

Weiterhin alle weiteren Test bei meiner Tochter, dem Kindesvater und auch bei mir waren negativ. Die Werte im PCR Test waren sehr gering, aber eben noch ansteckend. Ob das am abklingen war oder die Impfung einfach nur die Werte niedrig gehalten hat, kann man nur spekulieren.

Ich persönlich halte die Regelung für PCR Test trotz Impfung sinnvoll und/oder Schnelltest am Flughafen in Marokko.

Liebe Grüße
Sabine

PS: Und ja dass die Grenzschließung sich angekündigt hatte, dem stimme ich zu.
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