Vor 4 Stunden
Ikelane
Kaum in Tinghir angekommen, informiert uns Roger Mimo vom Hotel Tombouctou, dass in der Nacht vom 28. zum 29. März ein Feuer die Nebenräume der 2007 mit seinen privaten Mitteln restaurierten Moschee Ikelane bei Tinghir zerstört hat.
Es lässt uns keine Ruhe und so warten wir am nächsten Morgen, bis Roger alle Gäste verabschiedet hat, um mit ihm gemeinsam nach Ikelane zu fahren.
Von außen ist erst einmal nichts erkennbar. Addi, der Wärter empfängt uns freundlich, aber spürbar aufgewühlt. In gewohnter Art erklärt er uns in der Moschee alles, ist auch nicht davon abzubringen, als wir ihm berichten dass wir vor zwei Jahren bereits zu einem Besuch dort waren.
Dann geht es in die Nebenräume und da ist nichts mehr, wie es einst war. Im ehemaligen Waschsaal ist die Decke eingebrochen, Wände sind voller Ruß, Decke und Seitenwände des ehemaligen Holzlagers sind zerstört, wertvolle Utensilien fielen dem Brand zum Opfer.
Feuerwehr und Polizei waren vor Ort, haben ihre Arbeit dort erledigt. Noch gibt keine Ergebnisse. Wir als Laien machen uns daher unsere eigenen Gedanken. An der nachts verschlossenen Tür zur Moschee sind keine Einbruchsspuren zu finden, so dass davon auszugehen ist, dass der Brand von außen gelegt sein muss. Ein öffentlicher Durchgang führt an der Moschee entlang, überdacht von den Räumlichkeiten des Komplexes. Hier sind an mehreren Stellen Brandspuren erkennbar, die vermutlich dafür sorgten, dass die Deckenbalken des Holzlagers Feuer fingen. Als diese einbrachen, fand das Feuer genug Nahrung, um auf die Nebengebäude überzugreifen.
Größeren Schaden verhinderte Addi, der gegen 8 Uhr morgens eintraf und sofort mit Löscharbeiten begann. Nach Aussage von Roger wäre ein Wiederaufbau möglich, hätte aber erst Sinn, wenn Ursache bzw. Verursacher der Brandstiftung bekannt wären.
Von mehreren Seiten ist die - noch unbestätigte - Aussage zu hören, dass es möglicherweise Extremisten missfällt, dass Ungläubige eine Moschee besuchen. In den Tagen vor dem Brand wurden bereits die restaurierten Sitzbänke im öffentlichen Durchgang mutwillig zerstört.
Es bleibt zu hoffen, dass die Polizeiarbeit zügig zur Ergreifung des oder der Täter führt, damit das schöne Kulturdenkmal bei Tinghir bald wieder in voller Pracht von interessierten Touristen besucht werden kann. Zur Zeit lässt Addi aus Sicherheitsgründen immer nur maximal zwei Personen zur Besichtigung hinein.
So sah der Waschraum vor dem Brand aus:
Kaum in Tinghir angekommen, informiert uns Roger Mimo vom Hotel Tombouctou, dass in der Nacht vom 28. zum 29. März ein Feuer die Nebenräume der 2007 mit seinen privaten Mitteln restaurierten Moschee Ikelane bei Tinghir zerstört hat.
Es lässt uns keine Ruhe und so warten wir am nächsten Morgen, bis Roger alle Gäste verabschiedet hat, um mit ihm gemeinsam nach Ikelane zu fahren.
Von außen ist erst einmal nichts erkennbar. Addi, der Wärter empfängt uns freundlich, aber spürbar aufgewühlt. In gewohnter Art erklärt er uns in der Moschee alles, ist auch nicht davon abzubringen, als wir ihm berichten dass wir vor zwei Jahren bereits zu einem Besuch dort waren.
Dann geht es in die Nebenräume und da ist nichts mehr, wie es einst war. Im ehemaligen Waschsaal ist die Decke eingebrochen, Wände sind voller Ruß, Decke und Seitenwände des ehemaligen Holzlagers sind zerstört, wertvolle Utensilien fielen dem Brand zum Opfer.
Feuerwehr und Polizei waren vor Ort, haben ihre Arbeit dort erledigt. Noch gibt keine Ergebnisse. Wir als Laien machen uns daher unsere eigenen Gedanken. An der nachts verschlossenen Tür zur Moschee sind keine Einbruchsspuren zu finden, so dass davon auszugehen ist, dass der Brand von außen gelegt sein muss. Ein öffentlicher Durchgang führt an der Moschee entlang, überdacht von den Räumlichkeiten des Komplexes. Hier sind an mehreren Stellen Brandspuren erkennbar, die vermutlich dafür sorgten, dass die Deckenbalken des Holzlagers Feuer fingen. Als diese einbrachen, fand das Feuer genug Nahrung, um auf die Nebengebäude überzugreifen.
Größeren Schaden verhinderte Addi, der gegen 8 Uhr morgens eintraf und sofort mit Löscharbeiten begann. Nach Aussage von Roger wäre ein Wiederaufbau möglich, hätte aber erst Sinn, wenn Ursache bzw. Verursacher der Brandstiftung bekannt wären.
Von mehreren Seiten ist die - noch unbestätigte - Aussage zu hören, dass es möglicherweise Extremisten missfällt, dass Ungläubige eine Moschee besuchen. In den Tagen vor dem Brand wurden bereits die restaurierten Sitzbänke im öffentlichen Durchgang mutwillig zerstört.
Es bleibt zu hoffen, dass die Polizeiarbeit zügig zur Ergreifung des oder der Täter führt, damit das schöne Kulturdenkmal bei Tinghir bald wieder in voller Pracht von interessierten Touristen besucht werden kann. Zur Zeit lässt Addi aus Sicherheitsgründen immer nur maximal zwei Personen zur Besichtigung hinein.
So sah der Waschraum vor dem Brand aus:
Barbara & Andreas
marokko-erfahren.de
marokko-erfahren ist eine unabhängige europaweite Privatinitiative zur Förderung von Beschäftigung und Kulturerhalt.
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