Marokko-Festival in München am 24./25.04.2026
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Vom 24. bis 25. April 2026 präsentiert das Festival im FAT CAT München Konzerte, Diskussionen, Workshops und Filmvorführungen. Internationale Künstler:innen treffen dabei auf lokale Perspektiven und bringen musikalische Traditionen aus Westafrika, Nordafrika, dem Nahen Osten und Europa zusammen.
https://www.jisr-bruecke.com/
Am 24. und 25. April 2026 feiern wir im FAT CAT München mit „Traces of ‘Moors’ / Maurische Spuren“ nicht nur ein neues Festival, sondern auch 10 Jahre der Band JISR.
Es gibt noch einen zweiten Grund zu kommen:
Der Gasteig, der viele Jahre ein wichtiger Ort für Musik und Begegnung in München war, geht in eine neue Phase. Für uns fühlt es sich richtig an, gerade hier noch einmal ein Festival zu machen – mit Musik, Begegnung und vielen Freund.
Und wie ihr es von uns kennt, versuchen wir wieder, ein Stück Welt nach München zu holen.
Auf der Bühne begegnen sich u.a.:
Jil Gnawa-Sound aus Marokko
Bnat El Houariyat, ein kraftvolles Frauenensemble
Basma Jabr, eine Stimme zwischen Levante und Maghreb
Hip-Hop und Tanz aus München
das JISR Large Ensemble mit Musiker aus verschiedenen musikalischen Traditionen
Dazu gibt es ein kostenloses Rahmenprogramm mit Workshops, Film und einem Panel-Talk.
https://jisr-bruecke.com/…
Kurzform:
Programmüberblick:
Freitag, 24. April
– Münchner Moriskentänzer – historisches Tanzritual als Auftakt und Verbindungspunkt zur Festivalidee
– JIL Gnawa – rituelle Trance-Musik aus Marokko – Thomas Gundermann
– JISR Ensemble
Samstag, 25. April
– Basma Jabr & Ensemble – arabisch-andalusisches Konzert in kammermusikalischer Besetzung
– Bnat El Houariyat – weibliche Percussion- und Gesangstradition aus Marokko
– Fusion Finale – Begegnungskonzert mit JISR, Gnawa, Hip-Hop und Gästen
Rahmenprogramm für Kinder und Familien (Frei: Anmeldung erforderlich):
– Panel Talk: „Wem gehört die Weltmusik?“
– Filmvorführung: The sound of Faraway lands (Jisrs Reise durch Südasien)
– Workshops
Wenn ihr Lust habt auf zwei Abende voller Musik, Begegnungen und Energie – kommt vorbei. Wir würden uns wirklich sehr freuen, viele von euch dort zu sehen.

Traces of ‘Moors’ / Maurische Spuren verweist auf die Moriskentänzer von Erasmus Grasser, die seit dem 15. Jahrhundert zur kulturellen Überlieferung Münchens gehören. Die Figuren sind von bemerkenswerter Ambivalenz: Ihr Ursprung liegt sowohl in mittelalterlichen Konflikten als auch in höfischen Bildtraditionen. Sie stehen für eine historische Phase, in der Einflüsse aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika auch in Mitteleuropa sichtbar wurden – ein frühes Zeugnis von Austausch und Migration als Teil urbaner Entwicklung.
Das Festival greift diese historischen Linien auf und überführt sie in einen aktuellen Kontext. Rituelle Gnawa-Musik, arabische Gesangstraditionen der Levante, westafrikanisches Storytelling, Jazz-Improvisation, urbane Hip-Hop-Kultur und rekonstruierter Moriskentanz begegnen einander nicht als Zitat, sondern als gelebte Gegenwart.
Traces of ‘Moors’ versteht Diversität nicht als dekorative Überschrift, sondern als strukturelle Aufgabe. Das Festival fragt, welche Verantwortung kulturelle Akteur:innen in einer pluralen Stadtgesellschaft tragen – und wie historische Bilder, musikalische Praxis und urbane Gegenwart neu miteinander ins Gespräch kommen können.
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