Sahara: Eröffenung von Konsulaten in Dakhla oder Laayoune, ..
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Marokkanische Sahara: Die Vereinigten Staaten beteuern aufs Neue ihre Unterstützung dem Autonomieplan als seriöser glaubwürdiger und realistischer Lösung gegenüber

Rabat–Die amerikanische stellvertretende Staatssekretärin betraut mit den internationalen Organisationen, Michele Sison, hat am Mittwoch in Rabat die Unterstützung der Vereinigten Staaten dem marokkanischen Autonomieplan als seriöser glaubwürdiger und realistischer Lösung gegenüber um den Sahara-Konflikt aufs Neue beteuert.

„Die Vereinigten Staaten betrachten weiterhin den Autonomieplan, welchen Marokko unterbreitet hat, als seriös glaubwürdig und realistisch“, gab Frau Sison auf einem Pressepunkt am Ende ihrer Gespräche mit dem Minister für auswärtige Angelegenheiten, für afrikanische Zusammenarbeit und für die im Ausland lebenden Marokkaner, Nasser Bourita, an.

„Die Priorität der Vereinigten Staaten besteht darin, einem glaubwürdigen Prozess unter die Arme zu greifen, welcher eine würdevolle und nachhaltige Lösung für den Sahara-Konflikt nach sich zieht und welchem die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft zugute kommt“, fuhr die amerikanische Verantwortliche fort.

Diese Begegnung nahm überdies Bezug auf die kontinuierliche Unterstützung der Vereinigten Staaten Staffan de Mistura gegenüber in seiner Rolle als Sonderbeauftragter des Generalsekretärs der UNO für die Sahara, hat sie darauf aufmerksam gemacht.

„Wir haben unsere felsenfeste Unterstützung den Bemühungen der Friedenserhaltung der MINURSO und ihrer Wichtigkeit in der Wahrung der Bedingungen des Prozesses auf friedensstiftendem Wege unter der Ägide der UNO gegenüber erörtert“, hat Frau Sison darüber hinaus bekräftigt. 
      
Quellen:
http://www.corcas.com
http://www.sahara-online.net
http://www.sahara-culture.com
http://www.sahara-villes.com
http://www.sahara-developpement.com
http://www.sahara-social.com
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Hallo Otto,

ich vermisse bei Dir ein wenig das "Verstehen-Wollen" von anderen Weltvorstellungen oder historisch gewachsenen Gegebenheiten, die auf etwas Anderem als den mitteleuropäischen aktuellen Denkweisen beruhen.
Für mich gehört zumindestens ein Nachdenken darüber, wo andere Sichtweisen herkommen, zur Toleranz dazu. Ich muss es ja nicht genau so sehen. Verstehen heißt ja nicht, sich automatisch mit etwas Gemein machen.  

Aber auf Basis von "......das ich nicht laut lache!" oder ".....das ist mittelalterliches Affentheater" ist für mich ein ernst zu nehmender Austausch leider unmöglich. Ich bin deshalb raus.
Grüße vom Niederrhein
Michael Hausmann
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@Michael Hausmann,
Du sprichst mir aus der Seele. 
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(26.01.2023, 11:00)Otto Droege schrieb: Tla, mit diesen sog. Treueschwüren ist das so eine Sache, egal ob in Afrika, Europa oder in welcher Zeit auch immer. Es stellt sich nämlich sofort die Frage "wer hat diese schwörenden Stammeshäuptlinge, Geistllchen etcpp dazu legitimiert"? Etwa demokratische Wahlen? Weitere Fragen folgen sofort: was haben denn die Schwörenden dafür bekommen, waren Gegenauffassungen zugelassen oder wurde gleich der Kopf abgeschlagen?
Mit Verlaub: all das ist mittelalterliches Affentheater!

Hallo, 
nun das waren anderere Zeiten und es gab da nicht überall Demokratie in der heutigen Form. Meistens war die Legitimation durch Nachfolgereglung durch Geburt oder durch Ernennung. Ob eine Gegenauffassung möglich oder zugelassen wahr, kann man nur spekulieren. Bündnisse werden seit Jahrtausenden geschlossen und selbst Heute noch.
MfG

Marco Wensauer
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(26.01.2023, 17:13)Varaderorist schrieb: Hallo Otto,

ich vermisse bei Dir ein wenig das "Verstehen-Wollen" von anderen Weltvorstellungen oder historisch gewachsenen Gegebenheiten, die auf etwas Anderem als den mitteleuropäischen aktuellen Denkweisen beruhen.
Für mich gehört zumindestens ein Nachdenken darüber, wo andere Sichtweisen herkommen, zur Toleranz dazu. Ich muss es ja nicht genau so sehen. Verstehen heißt ja nicht, sich automatisch mit etwas Gemein machen.  

Aber auf Basis von "......das ich nicht laut lache!" oder ".....das ist mittelalterliches Affentheater" ist für mich ein ernst zu nehmender Austausch leider unmöglich. Ich bin deshalb raus.
Hallo Michael,

ich verstehe und akzeptiere sehr wohl andere Weltvorstellungen und Denkweisen, solange sie sich auf Gegebenheiten innerhalb eines Landes beziehen. Nur, wenn ein Konflikt wie dieser die internationale Ebene erreicht (hier bis zur UNO), dann helfen die lokalen Weltvorstellungen und Denkweisen nicht weiter. Da kommen dann die internationalen Regelungen ins Spiel, an die sich alle dann (theoretisch) zu halten haben.
Stell Dir nur einmal vor, Du wärest als UNO-Beamter mit der Westsaharafrage konfrontiert, und ein marokkanischer Minister würde argumentieren "der Stammesführer der Reguibat hat auf den König seinen Treueid geleistet". Damit kannst Du nichts anfangen und musst ihm das auch sagen. Diese Spielregeln gelten nun einmal nicht im internationalen Bereich.
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(25.01.2023, 20:43)Thomas Friedrich... schrieb: Dr. Clemens Amelunxen...

... und, wenn ich mich recht erinnere, mit einer Marokkanerin verheiratet. ....

Frau Amelunxen hieß Ruth Seering. Sie war eine der großen Journalistinen Deutschlands, siehe https://www.namibiana.de/namibia-informa...und%20Prag.
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Danke für den Hinweis.

Dann war seine Zuneigung zu Marokko nicht durch eine marokkanische Frau begründet.



.
Mit besten Grüßen,

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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(26.01.2023, 18:28)Otto Droege schrieb:
(26.01.2023, 17:13)Varaderorist schrieb: Hallo Otto,

ich vermisse bei Dir ein wenig das "Verstehen-Wollen" von anderen Weltvorstellungen oder historisch gewachsenen Gegebenheiten, die auf etwas Anderem als den mitteleuropäischen aktuellen Denkweisen beruhen.
Für mich gehört zumindestens ein Nachdenken darüber, wo andere Sichtweisen herkommen, zur Toleranz dazu. Ich muss es ja nicht genau so sehen. Verstehen heißt ja nicht, sich automatisch mit etwas Gemein machen.  

Aber auf Basis von "......das ich nicht laut lache!" oder ".....das ist mittelalterliches Affentheater" ist für mich ein ernst zu nehmender Austausch leider unmöglich. Ich bin deshalb raus.
Hallo Michael,

ich verstehe und akzeptiere sehr wohl andere Weltvorstellungen und Denkweisen, solange sie sich auf Gegebenheiten innerhalb eines Landes beziehen. Nur, wenn ein Konflikt wie dieser die internationale Ebene erreicht (hier bis zur UNO), dann helfen die lokalen Weltvorstellungen und Denkweisen nicht weiter. Da kommen dann die internationalen Regelungen ins Spiel, an die sich alle dann (theoretisch) zu halten haben.
Stell Dir nur einmal vor, Du wärest als UNO-Beamter mit der Westsaharafrage konfrontiert, und ein marokkanischer Minister würde argumentieren "der Stammesführer der Reguibat hat auf den König seinen Treueid geleistet". Damit kannst Du nichts anfangen und musst ihm das auch sagen. Diese Spielregeln gelten nun einmal nicht im internationalen Bereich.

Hallo Otto,

gerade da sehe ich das Problem mit der Sichtweise. 
Soweit ich das verstehe, müßte Marokko das eigentlich als innermarokkanischen Vorgang ansehen, da ja im Sinne vom Amelunxens Argumentation von einem wie auch immer gearteten "Groß-Marokko" ausgegangen werden müsste. 
Insofern wäre ein Abgeben der diesbezüglichen Kompetenzen an die UNO lediglich ein von internationalen Abhängigkeiten getriebenes Scheinhandeln. 
Unter diesrer Prämisse lässt sich vieles, was Marokko derzeit in Bezug auf die Westsahara tut, besser verstehen.

Auch ich bin ein Verfechter des "Selbstbestimmungsrechts der Völker". Es ist aber auch immer die Frage, wie weit und unter welchem Zeitbezug man dieses fasst. 
Sehr anschaulich sieht man das ja bei des Situation der Kurden. Wenn man es wirklich ernst nimmt, müsste dies zu einem kurdischen Nationalstaat unter Abtretung von Teilgebieten der Türkei, Syriens, des Iraks und des Irans führen. Realpolotisch völlig illusorisch. 
Genauso kann man es doch auch bei den Sahauris sehen. Weder Algerien, Mauretanien noch Marokko würden , im Falle eines Komplett-Referendums, Teile Ihrer Staatsgebiete abtreten. 
Und inwieweit ein Rumpf-Staat "Westsahara" überlebensfähig wäre, sei mal dahingestellt. 
Zudem: Wie teilt sich denn die derzeitige Bevölkerung der Westsahara (einschließlich der Sahauris in den Lagern in Mauretanien und Algerien) auf. Die Zuzugspolitik des Staates Marokko von Marokkanern in die Westsahara führt ja allmählich zu einer Art potentieller Patt-Situation in einem durchzuführenden Referendum.

Und was wäre ein Worst-Case-Szenario, am Ende? Ein nächster militärische Konfliktherd, als wenn es nicht schon genug gäbe?
Grüße vom Niederrhein
Michael Hausmann
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(27.01.2023, 09:15)Varaderorist schrieb:
(26.01.2023, 18:28)Otto Droege schrieb:
(26.01.2023, 17:13)Varaderorist schrieb: Hallo Otto,

ich vermisse bei Dir ein wenig das "Verstehen-Wollen" von anderen Weltvorstellungen oder historisch gewachsenen Gegebenheiten, die auf etwas Anderem als den mitteleuropäischen aktuellen Denkweisen beruhen.
Für mich gehört zumindestens ein Nachdenken darüber, wo andere Sichtweisen herkommen, zur Toleranz dazu. Ich muss es ja nicht genau so sehen. Verstehen heißt ja nicht, sich automatisch mit etwas Gemein machen.  

Aber auf Basis von "......das ich nicht laut lache!" oder ".....das ist mittelalterliches Affentheater" ist für mich ein ernst zu nehmender Austausch leider unmöglich. Ich bin deshalb raus.
Hallo Michael,

ich verstehe und akzeptiere sehr wohl andere Weltvorstellungen und Denkweisen, solange sie sich auf Gegebenheiten innerhalb eines Landes beziehen. Nur, wenn ein Konflikt wie dieser die internationale Ebene erreicht (hier bis zur UNO), dann helfen die lokalen Weltvorstellungen und Denkweisen nicht weiter. Da kommen dann die internationalen Regelungen ins Spiel, an die sich alle dann (theoretisch) zu halten haben.
Stell Dir nur einmal vor, Du wärest als UNO-Beamter mit der Westsaharafrage konfrontiert, und ein marokkanischer Minister würde argumentieren "der Stammesführer der Reguibat hat auf den König seinen Treueid geleistet". Damit kannst Du nichts anfangen und musst ihm das auch sagen. Diese Spielregeln gelten nun einmal nicht im internationalen Bereich.

Hallo Otto,

gerade da sehe ich das Problem mit der Sichtweise. 
Soweit ich das verstehe, müßte Marokko das eigentlich als innermarokkanischen Vorgang ansehen, da ja im Sinne vom Amelunxens Argumentation von einem wie auch immer gearteten "Groß-Marokko" ausgegangen werden müsste. 
Insofern wäre ein Abgeben der diesbezüglichen Kompetenzen an die UNO lediglich ein von internationalen Abhängigkeiten getriebenes Scheinhandeln. 
Unter diesrer Prämisse lässt sich vieles, was Marokko derzeit in Bezug auf die Westsahara tut, besser verstehen.

Auch ich bin ein Verfechter des "Selbstbestimmungsrechts der Völker". Es ist aber auch immer die Frage, wie weit und unter welchem Zeitbezug man dieses fasst. 
Sehr anschaulich sieht man das ja bei des Situation der Kurden. Wenn man es wirklich ernst nimmt, müsste dies zu einem kurdischen Nationalstaat unter Abtretung von Teilgebieten der Türkei, Syriens, des Iraks und des Irans führen. Realpolotisch völlig illusorisch. 
Genauso kann man es doch auch bei den Sahauris sehen. Weder Algerien, Mauretanien noch Marokko würden , im Falle eines Komplett-Referendums, Teile Ihrer Staatsgebiete abtreten. 
Und inwieweit ein Rumpf-Staat "Westsahara" überlebensfähig wäre, sei mal dahingestellt. 
Zudem: Wie teilt sich denn die derzeitige Bevölkerung der Westsahara (einschließlich der Sahauris in den Lagern in Mauretanien und Algerien) auf. Die Zuzugspolitik des Staates Marokko von Marokkanern in die Westsahara führt ja allmählich zu einer Art potentieller Patt-Situation in einem durchzuführenden Referendum.

Und was wäre ein Worst-Case-Szenario, am Ende? Ein nächster militärische Konfliktherd, als wenn es nicht schon genug gäbe?
Hallo Michael,
geschichtliche Vorgänge sind selten logisch zu erklären, so auch in diesem Fall. Amelunxens "Groß-Marokko" ist ja auch nur eine ideologische Fiktion, in praxi durch Eroberungszüge der marokkanischen Sultane entstanden. Was hatten die Marokkaner in Timboktu oder am Senegal zu suchen? Die jeweiligen Bevölkerungen waren mit Sicherheit keine "Marokkaner" und wurden auch nicht dazu befragt.
Die ethnisch/religiöse Definition eines Staatsgebietes ist auch nur eine Fiktion, die sich im Laufe der Geschichte schnell und gewaltig verändern kann (wieviele "deutschsprachige Staaten" gibt es, mit wieviel Religionen?) Es bleibt als Lösung nur das Selbstbestimmungsrecht, was den Fiktionsanhängern stets widerwärtig ist und deswegen abgelehnt wird. Das gilt folglich auch für die ehemalige span. Kolonie "Westsahara". Die "Polisarioten" (auch Fiktionsideologen) gehen davon aus, dass es eine überwiegende Mehrheit bei den "originalen Saharaouis" für einen eigenständigen Staat, also die sog. RASD geben wird. Vermutlich ist das ein Wunschtraum, der mit der Realität wenig zu tun hat. Mit bislang noch unbekannten %-Zahlen wird es Anhänger für:
- den Saharastaat
- Anschluß an Marokko
- Anschluß an Mauretanien
- Anschluß an Algerien
- Verbleib bei Spanien
geben (so meine Erfahrungen aus Gesprächen mit Saharaouis). Danach werden sich die jeweiligen "Parteien" auf eine Kompromisslösung einigen müssen, mühsam, zeitraubend, aber machbar.
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Hallo Otto,

da sind wir doch wieder zusammen! Geht doch (auch ohne das von mir negativ Zitierte....) Big Grin Big Grin
Grüße vom Niederrhein
Michael Hausmann
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(27.01.2023, 11:11)Varaderorist schrieb: Hallo Otto,

da sind wir doch wieder zusammen! Geht doch (auch ohne das von mir negativ Zitierte....) Big Grin Big Grin

Hallo Michael,
Vorschlag: das "negativ Zizierte" nicht ernst nehmen. Ich bin ein echter Niedersachse mit dem Hang zu Klartext und manchmal beissenden Spott (wie mein Landsmann Wilhelm Busch). Beispiele: bei den Großeltern hieß der Hofköter "Bismarck", beim Absingen der Litanei fehlte nie der Vers "vor den Preußen und Hohenzollern behüt uns lieber Herre Gott", uvam. Das wirkt doch noch etwas nach. Provokationen sind halt auch lustig.
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Klartext mag ich auch, aber sachlich sollte er trotzdem sein. 
Anders sieht es beim Spott oder der Satire aus. Da ist, finde ich, fast alles erlaubt, aber da braucht es auch weniger Argumente.
Grüße vom Niederrhein
Michael Hausmann
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