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Heart Ramadan - ein Kind erzählt
Geschrieben von: whatshername61 - 27.06.2018, 17:15 - Forum: Lebens-Art - Antworten (6)

Im Forum 1.0 gab es viele schöne Beiträge. Dieses ist der erste Beitrag, den ich zu "retten" versuche. 

Shakir. [Bild: offline.gif] 

Shakir offline
Registriert: 03/05/2006 


Ramadan - ein Kind erzählt

Ramadan hat für die Muslime eine große Bedeutung. Er gehört zu den fünf Säulen des Islams. 
Um das Wohlgefallen Allahs (swt) zu erlangen, ist seine Einhaltung Pflicht. Aus der Sicht
vieler Nichtmuslims ist der Ramadan deshalb nur eine religiöse Pflicht. Doch ist der Ramadan viel mehr.
Nur wer ihn in der Familie erlebt hat, hat die Faszination des Ramdans erlebt. 

Der kleine Shakir erlebte den Ramdan hautnah mit. Er sah, wie sich die ganze Familie 
auf den Ramadan vorbereitet hat. Wochen vorher wurde begonnen, Vorräte für den wichtigsten
Monat aufzubauen, damit es uns auch wirklich an nichts fehlte. Wenn es bei uns große Packungen
an Datteln gab, war mir als Kind klar, was bald anstand. Die Bestellung von Datteln war immer
eine Tortour. Ein Onkel hat sie für uns in Bonn mit wachsamen Augen begutachtet, bevor wir mit
ihnen versorgt wurden. Die Datteln kamen aus Saudi-Arabien. Und am Schluß des Ramadans
wurde immer ein Resumee über die Qualität der Datteln gezogen. Und damit mein Onkel sich nicht 
beleidigt fühlte, waren sie immer gut. 

Da Klein-Shakir ein aufgewecktes und sehr neugieriges Kind war, hatte er zum Ramadan einige Fragen an die
Großen: 

"Sag mal Mama, wieso fasten wir?" 

"Damit wir wissen, wie sich die Armen fühlen! Es gibt viele arme Menschen, die den ganzen Tag nichts zu 
essen haben. Wir sollen nachvollziehen können, wie es diesen Menschen ergeht. Diese Menschen, die jeden Tag
darüber nachdenken, wie sie etwas zu essen kriegen können." 

"Das kann ich mir doch auch so vorstellen!" 

"Nein Shakir, du sollst es erleben. Du sollst abends beim Fastenbrechen dankbar sein. Du sollst
deinem Allah (swt) dankbar sein, dass du nicht zu den Menschen gehörst, die hungern müssen. Wie willst
du etwas schätzen lernen, wenn du es noch nie vermisst hast. Der Ramadan ist eine besondere Zeit. Eine Zeit, 
in der du Allah (swt) viel näher kommen kannst, als in anderen Monaten. Allah (swt) liebt dich und du sollst Allah(swt) 
deine Liebe und Dankbarkeit zeigen. Schau mal: Bist du mir dankbar, mein Sohn?"

"Ja - Mama."

"Und warum?"

"Weil du meine Mama bist... und und weil du für mich da bist. Wenn ich krank bin, schreie ich nach dir 
und du bist da."

"Siehst du mein Sohn - Allah (swt) ist auch immer für dich da und will dich dankbar sehen. Aber mach dir noch 
keine Sorgen - du bist jung und du brauchst noch nicht fasten." 

"Ich will aber auch fasten - weckst du mich auch auf, um mit euch zu fasten?" 

"Nein - du hast Zeit!"

"Ach bitte Mama - wenigstens einen Tag!" 

Abends erhielten wir einen Anruf von unserem Onkel: "Morgen ist Ramadan". Der Mond wurde gesichtet und morgen ist der erste Tag
vom Ramadan. Alle freuten sich und der kleine Shakir mit ihnen. Meine Mutter bereitete das Essen für die Nacht vor, damit es nachts 
nur noch hergerichtet werden kann. Es war spät und der kleine Shakir legte sich schlafen. Er darf endlich seinen ersten Tag Ramadan fasten
und er freute sich sehr. Voller Tatendrang kuschelte er sich fröhlich in seine Decke. 

Am nächsten Morgen weckte mich das Morgenlicht auf. Ich realisierte, dass ein neuer Tag angebrochen war. 
Ich stand auf und lief direkt zu meiner Mama. Mit Tränen in den Augen fragte ich sie, warum sie mich nicht geweckt hat. 
Sie nahm mich in den Arm und beruhigte mich, dass ich doch noch so viel Zeit hätte, um zu fasten und dass ich noch
viel zu jung sei. 

Ich erwirderte heulend: "Nein...nein... ich bin auch groß - ich will auch mit euch fasten!" 

Ich fühlte mich so einsam. Ich fühlte mich nicht dazugehörig. Ich war in meiner Familie ein Außenseiter. Einer, 
der nicht am fasten ist. Den ganzen Tag musste ich mir von meinen Geschwistern anhören, dass ich ja nicht
am Fasten sei und machten Witze über mich: "Shakir fastet ja nachts!" Ich fand das gar nicht lustig. 

Als Abends alle gespannt auf die Uhr schielten, sah ich meine Mutter, wie sie die leckere Harira in die Schüssel gab. 
Wie sie die leckere Torte zurecht geschnitten hat und die Dattelpackung öffnete. Aus der Teekanne roch es 
nach frischem Na3na3. Ein Schlaraffenland.... "Danke Allah (swt), dachte ich nur!" 

Von hinten hörte ich meinen Bruder sagen: "Wir können essen....!" 

Und alle kamen zusammen. Jeder suchte sich seinen Platz und der kleine Shakir dazwischen. Auch ich musste mir
schließlich einen guten Platz sichern. Und da war er schon wieder - der gemeine Satz: "Wieso drängelst du so? Du hast
doch gar nicht gefastet." Meine Mama nahm mich dann in Schutz, man solle mich in Ruhe lassen. 

Da saßen wir nun alle in der Küche. Meine Familie.... - meine große Familie. 
Diese Geborgenheit ist unbeschreiblich. 
Diese Verbundenheit einmalig. 
Diese Liebe grenzenlos. 
Alle freuten sich und lachten. 

Es klingelte an der Tür und ich spurtete sofort dahin. 

"Mama - es ist Onkel Hadsch!" 

Onkel Hadsch lebte in Deutschland allein. Seine Frau lebte mit den Kindern noch in Marokko und so besuchte er uns fast jeden Tag
im Ramadan. Wir freuten uns jedes Mal, wenn er kam und vermissten ihn, wenn er mal nicht kam. Ich vermisste ihn ganz besonders, 
denn er brachte mir jedes Mal Schokolade mit. 

Als sich Onkel Hadsch zu uns gesellte, verteilte meine Mutter die Schüssel mit der noch kochend heißen Harira. Ich bekam immer meine Schüssel. 
Eine kleine hellblaue Schüssel, die meinem Alter entsprechend war. Ja - diese Schüssel gehörte mir. Mir ganz allein. Mein Besitz! Und
wehe, es bekam sie ein anderer. 

Das Fastenbrechen starteten wir mit einer Dattel und das Gerede über die Qualität began. Mir war es egal - es schmeckte süß und das
reichte mir. Mit meiner Schwester hatte ich immer einen kleinen Kampf. Wer von uns die meisten Fleischstückchen in seiner Suppe fand,
der hatte gewonnen. Und das Geschrei war groß, wenn ich gar keins gefunden habe.

Es wurde gegessen, geredet und gelacht und saßen lange zusammen, bevor es dann ans Gebet ging. 

Nach dem Gebet sagte ich dann leise zu meiner Mama: "Morgen faste ich aber mit!" 
Und am nächsten Tag durfte ich mich wie ein Erwachsener fühlen und habe allen stolz verkündet, dass ich auch faste. 

Heute - sehr viele Jahre später wird es diese Familienkonstellation nie mehr geben, auch wenn ich nun der Onkel bin,
der seine Nichten und Neffen mit Schokolade erfreut. Auch wenn ich heute kein Familienmensch bin, 
so würde ich gerne nocheinmal dieses Familienleben so intensiv erleben.
Nocheinmal die Fleischstückchen in der Harira zählen. Noch einmal meinem Onkel die Tür öffnen..... noch einmal..... 

Aber die Erinnerungen, die bleiben....

Und so hat es sich ergeben, dass mir letztens meine Mutter lachend die kleine bläuliche Schüssel gezeigt hat, die mein Besitz war. 
Der Anstoss für mich, um meine Erinnerungen an den Ramadan aus meiner Kindheit hier niederzuschreiben.
Heute bevorzuge ich allerdings die größeren Schüssel. Dafür faste ich auch den ganzen Monat. 

Denn damals - muss ich gestehen, blieb es nur bei diesem einen Tag! Schließlich sah ich es auch so:
Ich war viel zu jung für das Fasten. Es sollten ruhig die Erwachsenen hungern, während ich weiterhin
Schokolade futtern konnte. 

In diesem Sinne - noch einen gesegneten, familiären Restramadan. 
Und denkt dran - die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. 



Geschrieben Ramadan 2007 
Gruß
Shakir



hier verewigt

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  Tanger, das Tor zu Afrika
Geschrieben von: Marokkoforum - 27.06.2018, 13:11 - Forum: Touristik und Reisen - Antworten (4)

Tanger, das Tor zu Afrika. Die Stadt ist an einen Berghang gebaut und zieht sich bis zum Meer und dem weißen Strand hinunter. Tangers Ruf war immer geheimnisvoll. Mancher erinnert sich an die vergangenen Zeiten der internationalen Zone und an berühmte Persönlichkeiten, die sich hier niedergelassen hatten.

Geschichte

Der Legende nach hat Antäus, Sohn Neptuns und der Erdgöttin Gäa, die Stadt gegründet. Herkules spaltete an dieser Stelle die Erde und schuf so die Meerenge von Gibraltar, wo Mittelmeer und Atlantik ihre Gewässer vermischen. Tanger ist das wahre Eingangstor Marokkos. Täglich verbinden es mehrere Fähren mit Algeciras, Gibraltar und Mälaga. Zuerst eine schlichte Berbersiediung, Tinga oder Tinghe genannt, später "Stadt der Lagune", blühender Handelsplatz der Phönizier und reiche karthagische Kolonie.

Zum erstenmal in der Geschichtsschreibung erwähnt wurde Tanger erst im 4. Jh. vor Chr. von Hekaitos von Milet, unter anderem auch wegen seiner Tradition, Fische einzusalzen und daraus eine köstliche Fischpaste (Garum) zu bereiten. Tanger (Tingis) gehörte seit 146 v. Chr. (dem Jahr der Zerstörung Karthagos) zu Mauretania, einem von Rom unterstützten Berber-Königreich. Der Berberkönig Juba II., in Rom erzogener und von Kaiser Augustus eingesetzter Herrscher von Mauretania Tingitana, pflegte rege Beziehungen zum Römischen Reich. Tanger wurde wichtiger Handelsstützpunkt und Roms Einfallstor zum Hinterland von Mauretania Tingitana. Nach der Ermordung von Ptolemäus, dem Sohn Jubas II., durch Caligula gab es Berberaufständeim ganzen Land,so auch in Tanger. Die Stadt wurde 38 v. Chr. unter römische Verwaltung gestellt und in die römische Provinz Hispania eingegliedert. Es war deshalb vom Rest des Berberreiches abgekapselt und selbst nach der Angliederung Mauretanias ans Römische Reich (40-45 n. Chr.) verhältnismäßig unabhängig. Damals war Volubilis die Hauptstadt, zu Ende des 3. Jahrhunderts wurde Tanger dann als wichtiges Handelszentrum Hauptstadt der römischen Provinz Mauretania Tingitana.

Im Jahre 429 wurde Tanger vom Vandalenkönig Geiserich erobert, ihm aber von den Legionen Justinianswieder entrissen und innerhalb des Byzantinischen Reiches der Provinz Mauretania Caesarea zugeschlagen. Zu Anfang des 7. Jh. fiel Tanger an den Bekehrer und arabischen Feldherren Moussa Ibn Noceir, der die Islamisierung einleitete. In der Folge wurde es zum Spielball arabischer Herrschergechlechter, so der Idrissiden unter dem Führer Idriss Ben Abdellah, der vor den Abassiden aus dem Orient flüchtete und zum ersten König Marokkos wurde, und den Omajjaden.

Ein Jahrhundert später, 958, gewannen die tunesischen Fatimiden die Oberhand. Die in den Bergen versteckten Idrissiden wurden endgültig von den Omajjaden verjagt, die die Macht über die Stadt erlangten. 1075 wurde die Stadt von den Almoraviden, 70 Jahre später von den Almohaden übernommen.

Ein weiteres Zwischenspiel in der Eroberung der Stadt gaben die tunesischen Fatimiden, bevor die Meriniden 1247 Tanger in ihre Gewalt brachten. Im 14. Jh. war die Stadt zu einem wichtigen Handelsplatz für die Seemächte im Mittelmeer geworden, und manche begehrlichen Herrscheraugen richteten sich auf Tanger.1437 eroberten es die Portugiesen, und im Jahre 1578 ging es durch Erbfolge in den Besitz der Spanier und 1643 wieder auf die Portugiesen über. 1661 fiel Tanger durch die Eheschließung der portugiesischen Prinzessin Catarina von Braganga mit Karl II. als Mitgift an England. Unter den Briten konnte sich die Stadt gut entwickeln, nach Uneinigkeiten des englischen Königs Karl II. mit seinem Parlament kam es aber zum Rückzug der britischen Truppen. Aufgrund der 6-jährigen Belagerung durch Moulay Ismail, der von den Spaniern unterstützt wurde, war Tanger ohnehin vom Hinterland abgeschnitten und konnte durch Belagerung der Spanier vom Meer her den Hafen nicht mehr nutzen, so daß der Handel seitdem an Bedeutung verloren hatte. 1684 konnte Moulay Ismail in Tanger einziehen, die Engländer rückten ab, zerstörten vorher aber die alten Befestigungsmauern und brannten die Innenstadt nieder.

1790 musste die Stadt spanischen Angriffen trotzen,1844 versuchten die Franzosen die Stadt zu erobern. Da sich Ende des 19. Jahrhunderts Marokko immer mehr von Europa abkapselte, ja sogar ein Verbot für Ausländer aussprach, das Land zu bereisen, wurde Tanger der einzige Platz, an dem sich ausländische Diplomaten niederlassen konnten. Immer mehr Europäer siedelten sich in der Stadt an, die Engländer kümmerten sich um den Bau sanitärer Anlagen, und es gelang ihnen innerhalb kurzer Zeit, in der Stadtverwaltung wichtige Posten zu besetzen, bis der Sultan bald kaum mehr etwas zu sagen hatte. Deutschland unterhielt schon seit 1870 Handelsbeziehungen zu Marokko und war ebenfalls konsularisch in Tanger vertreten. Kaiser Wilhelm II. setzte sich bei seinem Besuch 1905 in Tanger für eine weitere Unabhängigkeit Marokkos ein. Nichtsdestoweniger wurden Marokko und auch Tanger 1912 franz. Protektoratsgebiet. 1923 erklärte man sie zum internationalen Gebiet, acht Staaten einschließlich Marokko verwalteten nun die Stadt. Wirtschaftlich und politisch wurde die Stadt international, militärisch aber neutral. Durch diesen Schritt erlebte die Stadt eine wirtschaftliche Blüte, avancierte zum Freihandelsplatz und beliebten Stützpunkt für internationale Geldmärkte und Firmen. Mit dem regen Warenhandel wurde Tanger aber auch zum Rauschgift- und Alkoholumschlagplatz und erwarb sich dadurch einen recht zwielichtigen Ruf. Mit Erlangung der Unabhängigkeit und der Vereinigung Marokkos kam die Stadt am 29.10. 1956 zum Cherifischen Reich zurück.

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten rund um die Medina und Kasbah Um die Kasbah von Tanger entwickelte sich im Laufe von Jahrhunderten eine belebte Medina. Steile Gassen und Gäßchen winden sich zwischen den weißen Mauern der Häuser, enden oft unvermutet und abrupt, ein Labyrinth von großen und kleinen Läden mit Handelswaren aller Art.

Der Grand Socco (Großer Souk) ist ein typisch marokkanischer Platz mit vielen Teestuben und der wichtigste Marktplatz am Rande der Medina. Hier sehen Sie auch die Rifbäuerinnen mit ihren großen, mit Wolltroddeln verzierten Strohhüten. Der Grand Socco ist angeblich auf den Grundfesten des einstigen Forums von Tingis erbaut.

Nordwestlich des Grand Socco befindet sich das Haupttor der Stadtmauer um die Medina, das Bab Fahs. Daneben erstrecken sich die Gärten der alten Residenz des Mendoub der Mendoubia (früher Sitz des Sultans der int. Kommission, jetzt Sitz des Friedensrichters). In ihnen stehen 800 Jahre alte Dragonienbäume und 40 alte Kanonen aus allen möglichen Ländern.

Die belebte Rue des Siaghin verbindet den Grand Socco mit dem Petit Socco (Kleiner Souk), bei den Einheimischen Souk Dahel (Innen-Souk) genannt, einst der berüchtigste Platz Tangers. In den Cafes wurden die dunklen Geschäfte der Schmuggler, Rauschgift- und Mädchenhändler getätigt. Der spanisch anmutende Platz ist von alten Cafes umgeben, von denen man das turbulente Treiben beobachten kann.

In der Rue de la Marine befindet sich das schöne Eingangstor der Großen Moschee (Jemaa Kebira), die unter Moulay Ismail im 17. Jh. gebaut wurde. Gegenüber steht eine Medersa aus der Merinidenzeit. Die Königsresidenz bzw. der Sitz des Sultans (Dar el Makhzen) liegt bereits im Kasbahbereich, im Norden der Medina (ausgeschildert mit Palais Marshan). Der Sultanspalast wurde während der Zeit Moulay Ismails im maurischen Stil erbaut und im frühen 19. Jahrhundert erweitert. Schon von weitem erkennbar ist das achteckige Minarett der Palastmoschee.

Das archäologische und das Museum für marokkanische Künste, beide auch als Musee de la Kasbah bekannt, sind im Dar el Makhzen untergebracht. Im Museum für marokkanische Künste im Hauptbau sind die verschiedenen landestypischen Kunsthandwerksprodukte, nach verschiedenen Regionen geordnet, zu bewundern. Das Spektrum der Schaustücke reicht von intarsienverzierten Waffen und Töpferwaren aus dem Norden, von Teppichen aus Rabat, bis zu Schmuck, Keramik, Holzschnitzereien, Musikinstrumenten und traditionellen Kleidern. Im prunkvollen Fes-Saal sind alte Koranhandschriften und typische Feskeramik zu besichtigen. Im Nebengebäude in den alten Küchenräumen des Palastes sind die archäologischen Kostbarkeiten untergebracht. So werden sowohl frühgeschichtliche Funde als auch zahlreiche Exponate aus der römischen Epoche gezeigt. Im ersten Stock findet man geschichtliche Darstellungen aus der Herrschaftszeit der Portugiesen, der Engländer und der marokkanischen Sultane sowie aus der jüngeren Geschichte Tangers. Ein Gemälde des bekannten Malers Delacroix ist ebenfalls zu sehen. Der Saal Nr. 3 ist antiken Bestattungsriten gewidmet, sogar ein karthagisches Grabmal in Originalgröße ist ausgestellt. In den Sultansgärten, die man vom Norden her über die Rue Riad Sultan erreicht, sind ebenfalls zahlreiche antike Stücke zu besichtigen. Im Eingangsbereich des Dar el Makhzen befindet sich die Schatzkammer Moulay Ismails (Bit el Ma).

Über eine Treppe erreicht man das Cafe Detroit, in den 60er Jahren errichtet von dem Beatnik Gysin, als Auftrittsort für die nahe Tanger beheimateten Jajouka-Musiker. Mittlerweile ist das Cafe aber sehr touristisch. Der Kasbah-Bereich um den Dar el Makhzen an der Place de la Kasbah lädt ebenfalls zum Verweilen ein. Man stößt im Osten auf das Bab el Assa, das Tor, bei dem einst nach Gerichtsverhandlungen die Verurteilten ausgepeitscht wurden, und kommt dann auf den Grand Mechouar, den großen Versammlungsplatz vor dem Sultanspalast. An dessen südlichem Ende erhebt sich das Dar Ech Cheran, das Gerichtsgebäude, in dem jetzt verschiedene Kunstausstellungen beheimatet sind. Nördlich des Kasbah-Platzes liegt das nördliche Stadttor Bab er Raha mit dem Ausgang zum Mittelmeer, von dessen Aussichtsterrasse sich ein großartiger Blick aufs Meer bietet. Das östliche Stadttor Bab el Bahar neben dem Turm EI Hamra führt zum Hafen und in der südlichen Verlängerung der Corniche entlang zum Strand. Orientalische Atmosphäre bei einem

"The a la menthe" genießt man am besten im nostalgisch verstaubten Hotel Continenfal, im Flair der 20iger Jahre, 36, Dar el Baroud (s.a. Hotels). In der Rue d’Amerique, in der südlichen Medina liegt die ehemalige amerikanische Gesandschaft, in einem prachtvollen Palais, das die Amerikaner nach ihrer Unabhängigkeitserklärung im 18. Jh. von Sultan Moulay Slimane geschenkt bekamen. Marokko war eines der ersten Länder, die die Unabhängigkeit der USA anerkannten. Jetzt ist die Gesandtschaft - übrigens das einzige historische Monument der USA, das seit der Unabhängigkeit existiert, ein Museum, das die marokkanisch-amerikanischen Beziehungen dokumentiert: es gibt u.a. Briefe von George Washington an den damaligen Sultan Moulay Abdallah, eine Spiegelsammlung und die Werke der Maler Lecouteux und Ali R'Bati zu besichtigen.

Forbes- oder Miniaturenmuseum im Marshan-Viertel: Hier sind sämtliche Armeen der Weltmächte jetziger und vergangener Zeiten “en miniature” ausgestellt. Der amerikanische Zeitungsbesitzer und Milliardär Malcolm Forbes hatte in dem von ihm erworbenen Palais über 110.000 Miniatursoldaten gesammelt bzw. anfertigen lassen. Im Forbes-Museum sind die größten Schlachten der Geschichte, u.a. “Waterloo” oder die “marokkanische Dreikönigsschlacht”, in Szene gesetzt.

Beitrag von 2007. Aktualisierung in Kürze!

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Video Herstellung einer Zementfliese
Geschrieben von: Marokkoforum - 26.06.2018, 22:24 - Forum: Lebens-Art - Keine Antworten

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Information Fähre Savona - Tanger Med - Algeciras (Tarifa)
Geschrieben von: Marokkoforum - 26.06.2018, 22:18 - Forum: Touristik und Reisen - Antworten (3)

Zitat:Gefragt von Werner alias bikasso:
Wir möchten im Juni mit dem WoMo von Savona nach Tanger Med mit der Fähre fahren. Die ist bereits gebucht.

Hat jemand eine Ahnung ob man da (außer dem Ausdruck der Fährbuchung) noch irgendwelche Unterlagen braucht? Meines Wissens muss man im Hafen diesen Ausdruck gegen das eigentliche Ticket eintauschen und noch irgendwelche Unterlagen für (bei) die (der) Polizei ausfüllen.
  • Braucht man beim/zum Verlassen der Fähre in Tanger Med noch irgend etwas besonderes?
  • Wo kann man dort, weil die Fähre nachts ankommt, übernachten? Im Hafen?
  • Von wo macht es sinn nach Spanien zu übersetzen?
  • Ist dazu eine besondere Linie empfehlenswert?
  • Wo (und von wo aus) sollte man rüberfahren? Tarifa, Algeciras oder Gibraltar?
  • Braucht man (außer Reisepass) noch irgendwelche Papiere?
Ich weiß, das sind jetzt ganz schön viele Fragen, aber vielleicht hat ja jemand Lust dazu......
Für den einen oder anderen Link wäre ich auch dankbar.


Antwort von Bhaloulia
zur Einreise in Marokko braucht ihr die grüne Versicherungskarte, die für Marokko gültig sein sollte. Sonst müsst ihr an der Grenze eine teure Versicherung abschliessen. Ansonsten die üblichen Kfzpapiere, Reisepass und ein Formular für die Polizei, dass ihr auf der Fähre erhaltet und mit euren Daten ausfüllen müsst.

Die Zollformalitäten können einige Zeit in Anspruch nehmen, vielleicht braucht ihr keine Übernachtungsmöglichkeit, ansonsten eventuell einen bewachten Parkplatz aufsuchen, dass kann irgendwo an der Strasse sein. Drauf achten, wo ihr besonders viele Autos geparkt seht und nach dem Parkwächter Ausschau halten, mit etwa 20 Dirham sollte er zufrieden sein. Zu den anderen Fragen weiss ich nichts Konkretes. Viel Spaß in Marokko!


Antwort von Martin alias Steppenwolf
wo ihr nach Spanien oder umgekehrt übersetzen wollt, hängt von eurer Route ab. 

Ihr könnt auch von Mellila oder Nador nach Almeria (Spanien)übersetzen oder umgekehrt. Dauert ca. 6 Stunden. 
Sonst Algeciras nach Tanger Med oder Tanger. Hier ist die beste Verbindung. Tarifa - Tanger ist etwas teurer. 

Bin schon mit mehreren Fährgesellschaften rübergeschippert. Intershipping war meist die Günstigste. 
Vorbuchen braucht ihr nicht. 

Die Zollformalitäten bei der Einreise werden bereits an Bord erledigt. Hier sind 2 Zollschalter. Einreise für die Personen und Einreise für das Fahrzeug. Formulare gibt es an Bord. 

Wenn ihr Nachts in Tanger Med ankommt, besteht die Möglichkeit innerhalb des Zolls zu übernachten. (Nach der Zollabfertigung sind Parkplätze vorhanden. Nutzen viele). 

Schaut euch mal meine Reiseberichte auf meiner HP an. Da sind einige Infos zu finden. 

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Lightbulb Führung ist gefragt!
Geschrieben von: Anton - 24.06.2018, 11:49 - Forum: Lebens-Art - Keine Antworten

Ila ghab Ssiba La3bu Diba
Wenn der Löwe das Haus verlässt, tanzen die Hyänen

Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch!

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Video Megakraftwerk in der Wüste
Geschrieben von: Anton - 23.06.2018, 14:57 - Forum: Lebens-Art - Keine Antworten


https://youtu.be/OzxGUtIXzDU

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Lightbulb Der Wert dessen, was man besitzt ..
Geschrieben von: Idriss - 23.06.2018, 13:55 - Forum: Lebens-Art - Keine Antworten

Eine Taube in Deiner Hand ist besser als 10 in der Luft.
7mama fiddik 7ssen men 3aschra tayrin

Oder la didi la 7ab lemluk
oder la 7mar la seb3a frenk
oder la yddik la ykhallik


Sinn: Der Wert dessen, was man besitzt sollte man stets achten. Man sollte Träumen und Illusionen nicht nachlaufen, sonst verliert man womöglich alles.
Deutsches Pendant: Besser ein Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach.

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Music International Musics
Geschrieben von: whatshername61 - 22.06.2018, 19:53 - Forum: Lebens-Art - Antworten (19)


Link zum Video "Namika, Nador" https://youtu.be/OSgG-4eM-xk

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Video Schöner Werbefilm für Touristik in Marokko
Geschrieben von: Frederique - 05.06.2018, 22:53 - Forum: Lebens-Art - Keine Antworten


https://www.youtube.com/watch?v=KlCjsznJ27Q

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Video Spaziergabg durch Fes
Geschrieben von: Frederique - 05.06.2018, 22:50 - Forum: Lebens-Art - Keine Antworten

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